Auf dem Zahnfleisch in die Aufstiegsrunde

Harte Arbeit: FSV-Linksaußen Ali Basaran (Mitte) im Duell mit Königshardts Julian Rosenau.
Harte Arbeit: FSV-Linksaußen Ali Basaran (Mitte) im Duell mit Königshardts Julian Rosenau.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
FSV Duisburg baut Vorsprung auf Platz drei durch ein hart erkämpftes 3:2 über die Sportfreunde Königshardt aus. Bora Karadag verletzt vom Feld.

Duisburg..  Nach Feiern war Yasin Feyizoglu nicht zumute. Dabei hätte der sportliche Leiter des Fußball-Landesligisten FSV Duisburg allen Grund dazu gehabt: An seinem 40. Geburtstag schenkte ihm das Team um Kapitän Salih Altin einen 3:2 (1:2)-Sieg über die Sportfreunde Königshardt – damit beträgt den Vorsprung auf den Tabellendritten VfL Rhede zwei Runden vor Schluss vier Punkte. Die Aufstiegsrunde zur Oberliga ist greifbar nah.

Es gab allerdings auf der anderen Seite genügend Anlässe zu gedämpfter Stimmung. Da war beispielsweise die Leistung vor der Pause. Teilweise erinnerte das Auftreten des FSV gegen die als Absteiger feststehenden Gäste an ein bedeutungsloses Freundschaftsspiel. Kein Wunder, dass Co-Trainer Ali Eken in der Pause geladen war: „Man muss sich fragen: Wollen wir oder wollen wir nicht?“ Das Defensivverhalten beim 0:1 durch Nils Carstensen (16.) und vor allem beim 1:2 durch Manuel Matenar (33.) war haarsträubend. Bora Karadag hatte in der 31. Minute den Ausgleich erzielt.

„Nach der Pause stimmte die Einstellung dann aber wieder“, sah Trainer Heiko Heinlein eine klare Steigerung seiner Elf. Was er aber auch sah, waren zunehmend fragwürdiger werdende Entscheidungen von Schiedsrichter Toni Schmidt. Der Schubser von Martin Biegierz im Strafraum gegen Tayfun Yildirim mutete schon stark elfmeterwürdig an (55.); fünf Minuten später gab es dann bei einem Handspiel von Biegierz auch nicht mehr den geringsten Zweifel, aber die Pfeife blieb erneut stumm.

Dennoch waren es zwei Standardsituationen, die dem FSV den Weg zur Wende bereiteten. In der 64. Minute brachte Musa Celik die Kugel von rechts in den Strafraum, wo Mehmet Dag sie per Hinterkopf ins Tor verlängerte. Bora Karadag löffelte den Ball sieben Minuten später von links an den Fünf-Meter-Raum – und auf den Kopf von Osman Ardic, der dann das 3:2 bejubeln durfte.

Kurz darauf verfinsterte sich die Miene bei Heiko Heinlein aber wieder. Nach einem Foul blieb Spielmacher Karadag am Boden liegen; wenig später war klar, dass es für ihn nicht weitergeht. Ali Basaran trug seinen schmerzgeplagten Teamkollegen vom Feld. „Eine Verletzung am Sprunggelenk“, berichtete der Coach nachher.

Chancen, die Angelegenheit zu entscheiden, gab es in der Folge trotzdem noch. Weil sie nicht genutzt wurden, musste der FSV zittern – und das länger als nötig, weil Schiedsrichter Schmidt sich weiter unbeliebt machte und die angezeigten drei Nachspielminuten kurzerhand ohne erkennbaren Grund verdoppelte.