ASCD will gegen Haie Biss zeigen

Im Hinspiel zeigte der ASC Duisburg den White Sharks Hannover die Zähne und bissen 13 Mal zu.
Im Hinspiel zeigte der ASC Duisburg den White Sharks Hannover die Zähne und bissen 13 Mal zu.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Der Weiße Hai ist gefährlich – das hat uns Filmregisseur Steven Spielberg schon 1975 erklärt. Die Duisburger Wasserballer müssen sich aber vor den Weißen Haien aus Hannover nicht fürchten.

Arno Troost, Trainer des Wasserball-Bundesligisten ASC Duisburg, ahnte im Gespräch mit der Sportredaktion, wie schwierig es ist, für eine Auswärtspartie gegen die White Sharks Hannover – die Amateure sind heute in um 15.30 Uhr in Niedersachsen im Wasser – die Begeisterung zu wecken. „Ich bin mal gespannt, was Sie daraus machen. Vermutlich reicht’s nur für einen Einspalter in der Zeitung“, so Troost.

White Sharks Hannover – ein schöner Name. Der Weiße Hai ist gefährlich – das hat uns Filmregisseur Steven Spielberg schon 1975 erklärt. Die Duisburger Wasserballer müssen sich aber vor den Weißen Haien aus Hannover nicht fürchten. Im November besiegten sie die Niedersachsen an der Wedau bereits einmal: Es gab ein deutliches 13:5 – kein White Shark mit Zähnen weit und breit in Sicht.

So war es auch am vergangenen Samstag in Berlin: Spandau besiegte die Haie mit 18:2. Zeitgleich waren die Duisburger in Untertürkheim gefahrlos bei der Arbeit: 12:4 hieß es am Ende der Auswärtspartie beim SV Cannstatt.

Zwei Spiele, die zeigen, woran es der Deutschen Wasserball-Liga mangelt – zum Beispiel an Haien, die zubeißen können. Die Gefahr, die ASCD-Trainer Arno Troost in solchen Spielen sieht: Irgendwann zeigt auch die eigene Mannschaft den notwendigen Biss nicht mehr – wenngleich der Sieg nicht gefährdet ist. „Wir haben gegen Cannstatt irgendwann komplett den Faden verloren“, so Troost rückblickend auf die letzte Partie. Gegner, die eine Mannschaft permanent fordern, bringen eben mehr als Teams, die sich vielleicht diebisch darüber freuen, gegen Spandau acht Tore erzielt zu haben. Dann ist es auch zu verschmerzen, dass der Meister in den 28 Minuten 19-mal trifft. Ob zwölf, 16 oder 25 Tore – was macht da den Unterschied?

Für Troost gilt heute demnach: Seine Jungs sollen in Hannover Zähne zeigen – über die komplette Distanz.