Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Wasserball

ASCD-Wasserballer verlieren Finalrunde

01.06.2009 | 20:33 Uhr

Amateure kehrten verärgert aus Berlin zurück.

Arno Troost machte es, Florian Müller tat es ebenso. Der Trainer und der Spieler des Waserball-Bundesligisten ASC Duisburg genossen am Montag das sonnige Wetter mit ihren Familien – ganz entspannt. Nun ja, so weit das eben geht, wenn man gerade erst dabei zusehen musste, wie die Wasserfreunde Spandau 04 zum zigsten Mal die Deutsche Meisterschaft feiern. Und dabei schmerzte vor allem der Gedanke daran, wie die 12:13 (5:1, 5:4, 1:4, 1:4)-Niederlage im dritten Finalspiel zustande gekommen war. „Ich war so sauer”, schimpfte Florian Müller. „Unmittelbar nach dem Spiel habe ich von Betrug gesprochen.”

Ein krasses Strafen-Unverhältnis von 19:8 Hinausstellungen brachte den ASCD um die Früchte der harten Arbeit. „Dieses Strafenverhältnis spricht doch Bände”, haderte Troost, dass nach der zwischenzeitlichen 11:5-Führung und einer Hinausstellung ohne Ersatz gegen Berlins Marco Savic (Schlag auf den Kehlkopf gegen Sebastian Hoffmann) die Partie eine plötzliche Wendung nahm. „Ab dem dritten Viertel konnten wir nicht mehr ordentlich angreifen, weil uns jeder Angriff abgepfiffen wurde und wir dadurch permanent in Unterzahl gespielt haben”, ärgerte sich Müller. Da waren die zwei Titel, die er einheimsen konnte – Müller wurde mit 103 Treffern Torschützenkönig und zum besten Spieler der Saison gekürt – kein Trost. Müller: „Da kann ich mich nicht wirklich drüber freuen. Das hat für mich einen faden Beigeschmack. Ich würde sofort darauf verzichten, wenn ich mir dafür die Goldmedaille um den Hals hängen könnte.”

Und die Chance darauf war da, zumal sich die Duisburger trotz der deutlichen 7:16 (3:4, 2:3, 0:5, 2:4)-Pleite vom Samstag nicht aufgegeben hatten. Troost: „Die Mannschaft hat konsequent und konzentriert weitergemacht und nicht abgeschenkt. Sie haben an sich geglaubt.”

Und so präsentierten sich die Amateure am Sonntag so gut wie lange nicht mehr gegen Spandau. Umso ärgerlicher, dass ihnen der Sieg doch verwehrt blieb, denn „der Savic ist deren Schlüsselspieler. Die Chance, am Mittwoch daheim zum 2:2 ausgleichen zu können, wäre groß gewesen. Und in einem entscheidenden fünften Spiel ist immer alles möglich”, so Müller.

Sandra Otten

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/355279/create

Aktuelle Fotos und Videos
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Rheinwoche in Ruhrort
Bildgalerie
Regatta
Aus dem Ressort
Mit dem Vizeweltmeister auf der Matte
Judo
Olympiateilnehmer Andreas Tölzer absolvierte eine Trainingseinheit mit der Schwer-mobil-Gruppe des OSC Rheinhausen.
Abel schlägt für Homberg wieder in Oberhausen zu
Fußball
Mit Tim Hartmann und Oguzhan Cuhaci wechseln im Sommer zwei Spieler aus der RWO-Reserve an den Rheindeich. Am Montag empfängt der VfB Schwarz-Weiß Essen.