ASCD verliert Spitzenspiel

In der Schlussphase war die Defensive der Amateure nicht hundertprozentig auf dem Posten. Keeper Moritz Schenkel patzte beim 12:13.
In der Schlussphase war die Defensive der Amateure nicht hundertprozentig auf dem Posten. Keeper Moritz Schenkel patzte beim 12:13.
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Was wir bereits wissen
Duisburger müssen die Tabellenführung in der Bundesliga nach 12:14-Niederlage an Waspo Hannover abtreten.

Duisburg..  Es war eine Achterbahnfahrt, bei der der ASC Duisburg zunächst einmal ausgebremst wurde. Mit 12:14 (3:3, 2:3, 5:4, 2:4) verloren die Amateure das spannungsgeladene Spitzenspiel der Deutschen Wasserball-Liga knapp gegen Waspo Hannover. Die Gäste übernehmen damit die Tabellenführung vor dem ASCD und den Wasserfreunden Spandau.

„Mal führen wir, mal liegen wir zurück – das war ein Hin und Her“, resümierte Trainer Arno Troost. Und tatsächlich erlebten die Duisburger, die diesmal auf Paul Schüler verzichten mussten, Höhen und Tiefen. Der Nationalspieler musste noch eine Sperre aus dem alten Jahr abbrummen, die durch die Verlegung der Partie nun noch einmal zum Tragen kam. Gegen die erfahrenen Hannoveraner ein erstes Handicap. Doch wieder einmal zeigte sich das blutjunge Amateur-Team unbeeindruckt. Selbst ein mehrfacher Zwei-Tore-Rückstand – 5:7 stand es zu Beginn des dritten Viertels – brachte das Team von Trainer Arno Troost nicht aus der Ruhe. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft bereits den nächsten personellen Rückstand hinnehmen müssen. Christian Theis musste aufgrund seines dritten persönlichen Fehlers schon Mitte des zweiten Abschnitts passen. Aus dem 5:7-Rückstand machte der ASCD dank eines Doppelpacks des treffsicheren Vierfach-Torschützen Daniel Grohs sowie der Treffer von Philipp Kalberg und Julian Real einen 9:7-Vorsprung.

Doch wieder ließ der nächste Dämpfer nicht lange auf sich warten. Im dritten Viertel war auch der Arbeitstag von Real beendet. Ärgerlich, denn mindestens einmal lagen die zum Teil nicht souverän wirkenden Unparteiischen mit ihrer Bestrafung des Nationalspielers glasklar daneben. Es blieb dennoch ein Schlagabtausch auf Messers Schneide. Jan Obschernikat sorgte aus der Fünf-Meter-Distanz zweieinhalb Minuten vor Schluss für die erneute Führung (12:11). „Und dann lassen wir zwei einfache Dinger zu“, seufzte Troost. Beim 12:13 patzte der sonst stets souveräne Moritz Schenkel, beim entscheidenden 12:14 wurde Waspo im Kuriositätenkabinett fündig, als sich mit dem Ablauf der Angriffszeit der Ball von Ilja Immermann noch aus der Distanz im Bogen ins Duisburger Tor senkte. Troost: „Mein lieber Herr Gesangsverein – dass dieser Ball da noch reinfällt. Dann hatten wir keine Chance mehr, in 51 Sekunden noch zwei Tore zu machen.“

Trotz der Niederlage zog der ASCD-Coach ein positives Fazit: „Die Mannschaft hat heute eine Menge Gutes geleistet. Natürlich haben wir Fehler gemacht, die einfach auch mal passieren. Waspo bietet viel mehr Erfahrung auf. Wir hatten drei Spieler Jahrgang 95 im Kader. So junge Spieler kennt Hannover gar nicht. Mit dem Leistungsstand können wir zufrieden sein, wenn man bedenkt, welche Ziele wir haben und welche Schwierigkeiten wir den Topteams bereiten. Den Kopf müssen wir nicht hängen lassen.“

Tore: Daniel Grohs (4), Obschernikat (3), Real (2), Eidner, Kalberg, Ianc.