ASCD kämpft um die gute Perspektive

Auch auf die Defensive um Nationalkeeper Moritz Schenkel wird es im Spitzenspiel gegen Hannover ankommen
Auch auf die Defensive um Nationalkeeper Moritz Schenkel wird es im Spitzenspiel gegen Hannover ankommen
Foto: WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
Trainer Arno Troost will mit seiner Mannschaft auch im Spitzenspiel gegen Waspo Hannover die Tabellenführung verteidigen.

Duisburg..  Arno Troost wechselt in diesen Tagen mehrfach seine Identitäten. Vor einer Woche war er Wasserball-Nationaltrainer – was er auch am kommenden Dienstag wieder sein wird, da das deutsche Team in der Weltliga in Stuttgart auf Russland trifft. Am Samstag ist Troost Vereinstrainer. Um 16 Uhr spielt er mit dem ASC Duisburg im Ligahit gegen Waspo Hannover.

Es liegt in der Natur der Sache, dass Troost heute auch mit den Augen des Nationaltrainers hinschaut – immerhin sind genügend Auswahlspieler im Wasser. Die Amateure gehen als Spitzenreiter mit weißer Weste in das Rennen. Das war vor der Saison so nicht zu erwarten, aber dank des Überraschungssieges gegen Spandau liegen die Amateure derzeit ganz vorne. „Es wäre natürlich eine tolle Sache, wenn das nach dem Hannover-Spiel genauso sein wird“, so Troost, für dessen Team sich sehr gute Perspektiven bieten können. Schließt der Vizemeister die Punkterunde als Erster ab, könnte er damit im Halbfinale der starken Konkurrenz aus Spandau und Hannover aus dem Weg gehen.

Personelle Sorgen

Allerdings plagen den Duisburger Coach personelle Sorgen. Paul Schüler ist wegen seiner Hinausstellung im Esslingen-Spiel gesperrt. Sein Nationalmannschaftskollege Julian Real ist angeschlagen. Im EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland zog er sich eine Kapselverletzung am Finger zu. „Ich weiß nicht, ob es für Julian reichen wird“, ist Troost skeptisch. Der Ausfall beider Nationalspieler wäre für die Amateure nur schwer zu kompensieren. Allerdings fehlte Schüler auch schon im Liga-Spiel gegen Spandau – und hier gingen die Duisburger als Sieger aus dem Becken.

Während die Nationalspieler mit Troost in der Türkei arbeiteten – und dort mit drei Siegen Gruppensieger wurden – trainierten die übrigen ASCD-Cracks mit den Jugendtrainern in Duisburg. Auch wenn das schlechte WLAN-Netz in der Türkei die Kommunikation zwischen Troost und den Kollegen in Duisburg erschwerte, konnten die Spieler das Übungsprogramm plangemäß umsetzen. „Wir gehen gut vorbereitet in die Partie“, ist sich der Coach sicher.

Auch die Hannoveraner klagen über personelle Sorgen. Schlotterbeck, Kong, Toth und Taplik sind nach Vereinsangaben verletzt. Wobei Troost bei Andreas Schlotterbeck seine eigene Sichtweise hat: „Bei der Nationalmannschaft war er am letzten Wochenende noch fit.“ Gut, dass der Vereinstrainer einen ganz guten Draht zum Nationaltrainer hat.