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Anspruchsvoller Trainer

09.11.2012 | 20:00 Uhr
Anspruchsvoller Trainer
Nach dem 1:1 in Essen hoffen Dominik Reinert (links) und seine Kollegen auf die nächsten Punkte.Foto: Michael Gohl

Duisburg.   U 23 der Zebras empfängt am Samstag um 14 Uhr die SSVg Velbert an der Westender Straße. Mike Hibbeln hat sich für einen Platz in der Startelf angeboten.

Wenn der MSV Duisburg II am Samstag um 14 Uhr die SSVg Velbert an der Westender Straße empfängt, sind Tore garantiert. Im Schnitt 3,8. Allein in den acht Duellen in der NRW-Liga klingelte es 31 Mal. Torlos blieben die letzten 20 Partien nie. Da ist die Marschroute, die MSV-Coach Manfred Wölpper für die erste Begegnung der beiden Aufsteiger in der Fußball-Regionalliga vorgibt, in mehrfacher Hinsicht anspruchsvoll. „Wir müssen zusehen, dass die Punkte hier bleiben. Und es wäre wichtig für uns, wieder einmal zu null zu spielen.“

Das gelang seinen Kickern in dieser Saison erst zweimal (2:0 gegen Hüls, 0:0 gegen Mönchengladbach II). Nur einmal, beim 5:0 im Oktober 2007 in der Oberliga, kassierte der MSV kein Tor gegen Velbert. Der einzige Heimsieg gegen die Bergischen liegt über vier Jahre zurück. Eine Wiederholung, durch die Duisburg mit dem Tabellenzwölften gleichziehen würde, wäre jedoch enorm wichtig. „Wir könnten die Abstiegsplätze verlassen, was uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geben würde, in denen wir gegen Vereine spielen, die allesamt schlagbar sind“, blickt Wölpper voraus. Dabei dürfe sich seine Elf nicht auf dem Punktgewinn bei Rot-Weiß Essen ausruhen. „Auch wenn es uns kaum jemand zugetraut hat, dürfen wir uns nichts darauf einbilden. Velbert hat eine sehr erfahrene Truppe mit ehemaligen Profis wie Dimitrios Pappas und Christian Mikolajczak in ihren Reihen. Dazu mit Sebastian Janas einen Stürmer, der einen unheimlichen Zug zum Tor hat“, warnt der Trainer. „Darauf haben wir uns eingestellt. Wenn wir die Vorgaben umsetzen und mit so viel Herzblut wie in den letzten 80 Minuten gegen Essen spielen, werden wir die Punkte einfahren.“

Während Burakcan Kunt (Schambeinentzündung) und Sergej Karimow (nach Schulter-OP wieder im Lauftraining) noch keine Alternativen sind, hat sich Mike Hibbeln für einen Sprung in die Startelf angeboten. Nach seiner Einwechslung in Essen sorgte der Stürmer für viel Wirbel in der RWE-Abwehr, was Wölpper aber auch an der Umstellung auf zwei Spitzen festmachte. „Wir müssen zudem abwarten, wer von den Profis kommt“, schließt der Coach größere Unterstützung nicht aus. Angetan war er von der Leistung, die Athanasios Tsourakis bei seinem Startelfdebüt zeigte: „Er hat mich absolut überzeugt“, so Wölpper, der auch Verteidiger Babacar M’Bengue eine „tolle Entwicklung“ bescheinigt. „Nach anfänglicher Verunsicherung ist er zu einem echten Leistungsträger geworden.“ Auch auf ihn wird es heute ankommen, damit Wölppers Plan aufgeht.

Sven Kowalski



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