Alles bleibt anders beim FCR
01.10.2010 | 19:03 Uhr 2010-10-01T19:03:00+0200
Duisburg. Linda Bresoniks Ausfall zwingt Martina Voss-Tecklenburg zu erneuten Umbauarbeiten in der Innenverteidigung – und das vor dem schweren Gang zum SC Bad Neuenahr.
Mancher Zeitgenosse würde es womöglich sogar als Vorteil der Unberechenbarkeit bezeichnen. Martina Voss-Tecklenburg dürfte es dagegen mittlerweile nur noch auf die Nerven gehen, in jedem Spiel der Frauenfußball-Bundesliga eine andere Innenverteidigung ins Rennen schicken zu müssen. Am Sonntag wird es um 14 Uhr im Apollinarisstadion zu Ahrweiler wieder so sein, denn gegen den SC Bad Neuenahr muss die Trainerin des FCR 2001 Duisburg mal wieder auf Linda Bresonik verzichten. Ihre Knieverletzung zwingt die Nationalspielerin zu weiteren zwei Wochen Pause.
Popp weiter vorn?
Die Alternativen sind begrenzt. Luisa Wensing, die gegen Potsdam innen begann und dann für Stefanie Weichelt auf die linke Abwehrseite rückte, dürfte im Zentrum nun unverzichtbar sein; an ihrer Seite wird wohl Annemieke Kiesel auflaufen. Und links? „Ich würde Alexandra Popp im Moment nur ungern aus der Spitze nehmen“, sagt Martina Voss-Tecklenburg zu den Überlegungen, wie die Abwehrkette aussehen wird. Der Versuch mit Stefanie Weichelt, gegen Potsdam vor der Pause abgebrochen, könnte eine neue Chance erhalten: „Das hat in dieser Woche im Training schon wesentlich besser geklappt.“
Ansonsten war die Woche an der Mündelheimer Straße mal wieder wenig erbaulich. Mittwoch waren acht Spielerinnen bei der Übungseinheit, Donnerstag und Freitag immerhin zwölf. Passen musste unter anderem Jennifer Oster wegen Knieproblemen; hinter ihr steht ebenso ein Fragezeichen wie hinter der erkälteten Anne van Bonn.
Und das gegen einen Gegner, den Martina Voss-Tecklenburg als „stärkste Neuenahrer Mannschaft seit vielen Jahren“ bezeichnet. Ein Lob für die Arbeit ihres Vorgängers beim FCR, Thomas Obliers, das nicht aus der Luft gegriffen ist. Schließlich siegten die Rheinländerinnen in der Vorwoche mit 4:1 beim nächsten Duisburger Pokalgegner VfL Wolfsburg. „Und das Spiel davor gegen Potsdam hätten sie nicht 0:1 verlieren dürfen, sondern 3:1 gewinnen müssen.“
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