Aldenrade überzeugt in Lobberich

Spannend und körperbetont – so hatte Manfred Wählen, der Trainer des Frauenhandball-Oberligisten, das Spiel in Lobberich erwartet. Damit behielt er recht und konnte sich zudem über einen Sieg freuen.

TV Lobberich –
TV Aldenrade 27:29 (13:15)

TVA: Ludwig (10/4), Gensch (6), Schronz (4), Lang (3), Scheja, Kühnel (je 2), Getz, Rink.

Taktisch hatte der Walsumer Coach eine Überraschung für die Gastgeber parat. „Wir wussten ja, dass Lobberich erneut offensiv gegen uns decken würde. Dem habe ich vier Rückraumspieler entgegengestellt und habe ohne Kreisspieler agiert“, sagte TVA-Trainer Manfred Wählen. „So haben wir uns einfache Tore nehmen können.“ In der Deckung lief es zunächst noch nicht ganz so gut, das änderte sich aber im Spielverlauf. „Später haben wir uns auf fünf, sechs Tore absetzen können. Einige komische Schiedsrichterentscheidungen ließen das Ergebnis noch einmal knapp werden. Aber das Heft hatten wir immer in der Hand.“ Stark spielten Tanja Ludwig und Regina Gensch, die das Spiel immer wieder nach vorne trieben.

TS St. Tönis –
ETuS Wedau 34:25 (17:13)

ETuS: Schneider (5), Büttner, Epke, Kaiser (je 4), Roth (3), Jugovac (3/1), Reuter, Ueffing.

Richtig sauer war Wedaus Trainer Jörn Janhsen – allerdings nicht auf sein Team, sondern auf die Unparteiischen. „Es ist eine Frechheit, was uns in der Oberliga vorgesetzt wird“, machte sich der ETuS-Coach Luft. Das waren zwei junge Schiedsrichter, die auch noch einen Betreuer dabei hatten. Das geht einfach nicht.“ Denn, so Janhsen, das Spiel wurde immer ruppiger, je länger es dauerte. Eine Reaktion darauf gab es aber kaum. „Es hätte mindestens eine rote Karte und fünf Zeitstrafen mehr gegen St. Tönis geben müssen.“ Dabei will Janhsen die Niederlage nicht alleine auf die Schiri schieben. „Natürlich lag es auch an uns. Wir machen Fehler, aber es ist einfach frustrierend, wenn so etwas passiert.“ Die stark ersatzgeschwächten Wedauer hielten das Spiel bis zum 6:6 offen, ehe sich einer Fehlerserie zum 6:12-Rückstand anschloss. Doch Wedau kämpfte sich zurück in die Partie. Erst in der Schlussphase wurde es dann deutlich.