Abschiedsspiel von Duisburgs Lekesiz endet 2:4

Duisburgs Maik Goralski zieht ab, ein Velberter Abwehrspieler wirft sich energisch in den Schuss. Am Ende hatten die Bergischen beim 4:2-Sieg das bessere Ende für sich und feierten den Aufstieg.
Duisburgs Maik Goralski zieht ab, ein Velberter Abwehrspieler wirft sich energisch in den Schuss. Am Ende hatten die Bergischen beim 4:2-Sieg das bessere Ende für sich und feierten den Aufstieg.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Velberts Fans feiern auf dem Rasen in Meiderich den Regionalliga-Aufstieg. Die Zebras gingen personell am Stock, waren zu unerfahren in der Defensive. Rätsel um „verschollenen“ Baba“ M’Bengue.

Neun Tage nach der Party in der MSV-Arena gab es auch an der Westender Straße einen Platzsturm. Wenn man denn bei rund 30 Fans, die die SSVg Velbert zum Kick beim MSV Duisburg II begleitet hatten und „nie mehr Oberliga, nie mehr, nie mehr, nie mehr“ rufend auf den Rasenplatz in Meiderich rannten, von einem Sturm reden kann. Da Verfolger Wuppertal zeitgleich gegen Hilden nur 1:1 spielte, war den Velbertern der Aufstieg ohnehin nicht mehr zu nehmen. Mit dem 4:2 (2:1)-Sieg in Meiderich ließen die Bergischen aber auch selbst keine Zweifel mehr am vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft aufkommen.

„Velbert ist ein verdienter Regionalliga-Aufsteiger“, zollte auch MSV-Coach Manfred Wölpper dem Gegner seinen Respekt. Zumal dieser am Pfingstmontag auch noch einmal deutlich seine Qualitäten unter Beweis stellte. Nach nur fünf Minuten hatte Philipp Schmidt die Gäste bereits per Kopf in Führung gebracht. 17 Minuten später lief der nicht aufzuhaltende Linksaußen Jeffrey Tumanan dem überforderten MSV-Verteidiger Joao Pedro davon und legte mustergültig für Schmidt auf, der erneut zum 2:0 einköpfte.

Die Defensive um die Innenverteidiger Nils Pagojus und Niklas Heidemann wirkte alles andere als stabil.

Abschiedsspiel von Lekesiz

„Unsere Abwehr war einfach zu unerfahren“, so Wölpper, der kurzfristig umstellen musste und auch nur vier Mann auf der Bank hatte. Aus familiären Gründen fehlte Arne Kleinpaß, „und warum Baba M’Bengue nicht gekommen ist, weiß ich nicht“, war Wölpper ratlos. Zudem musste der Coach Tarkan Yerek angeschlagen vom Feld nehmen und auch den kurz zuvor eingewechselten Germanos Ioannidis mit einer Rückenprellung wieder raus nehmen. „Gegen die beste Offensive der Liga war da einfach nicht mehr drin. Aber wir haben uns gewehrt.“ So kam der MSV durch Gökan Lekesiz (31.) und Deniz Aycicek (56.) auf 2:2 heran. Doch Hüzeyfe Dogan (65.) und der starke Tumanan (81.) ließen die indisponierte MSV-Abwehr noch zweimal ziemlich alt aussehen.

Für Lekesiz war es indes das Abschiedsspiel. Der Stürmer wird mit Velbert in Verbindung gebracht. „Ich habe aber auch Angebote aus der Türkei und Belgien“, sagt der Stürmer. „Ich mache jetzt erstmal Urlaub und überlege mir das in Ruhe.“