2. Bundesliga : Peter Neururer knallte die Tür zu

Duisburg. Die erhoffte Wiedergutmachung blieb im Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen für den MSV aus. So endete die Partie 1:1 unentschieden.
Die Reaktion, die MSV-Trainer Peter Neururer nach dem schlimmen Genulle beim FSV Frankfurt im Zweitliga-Derby gegen Rot-Weiß Oberhausen sehen wollte, blieb zumindest im ersten Durchgang aus. „Die ersten 45 Minuten waren ein Spiegelbild von Frankfurt”, grantelte Neururer. Nach einer Steigerung reichte es für den MSV noch zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden, das in Richtung Aufstiegskampf definitiv keine Option mehr offen lässt.
Olcay Sahan scheiterte alleine vor Pirson
Dabei hätte es für den MSV, der sich nach dem Wechsel zusammenriss, sogar noch schlimmer kommen können. Oberhausen, kämpferisch beherzt und mit dem unbedingten Willen zum Erfolg, kaufte den Platzherren zunächst durch aggressives Zweikampfverhalten den Schneid ab. „Wir haben im ersten Durchgang sehr gut gespielt”, bilanzierte RWO-Coach Jürgen Luginger.
Lediglich die Startphase gehörte den Zebras. Olcay Sahan hätte Duisburg nach zehn Minuten in Führung schießen müssen. Nach einem krassen Schnitzer von Thomas Schlieter stand Sahan alleine vor RWO-Schlussmann Sören Pirson, brachte den Ball aber nicht im Netz unter. Sandro Wagner prüfte Pirson nach reichlich Leerlauf aus der Distanz (26.).
Danach agierte Oberhausen druckvoller vor dem MSV-Strafraum. Christopher Nöthe zog an Außenverteidiger Bernd Korzynietz vorbei, wurde aber in letzter Sekunde per Grätsche von Björn Schlicke gestoppt (35.).
Halbzeit-Ansprache dauerte zwei Minuten
Bei einem Freistoß von RWO-Spielgestalter Markus Kaya musste MSV-Torwart Tom Starke auf der Hut sein (36.). Ein paar Sekunden später stand Starke erneut im Blickpunkt. Nach einem feinen Pass von Tim Kruse versetzte Mike Terranova Björn Schlicke im Strafraum. Sein Pass erreichte Nöthe, der zunächst am Duisburger Torwart scheiterte, den abprallenden Ball aber doch noch über die Linie bugsierte. 0:1 (39.)!
Die verunsicherten Duisburger bekamen noch vor der Halbzeit für ihr behäbiges Balltransportieren die Quittung. Es hagelte Pfiffe von den Rängen. Peter Neururer wählte in der Kabine eine kurze Ansprache. „Er hat uns zwei Minuten zusammengebügelt, dann die Tür zugeknallt und ist gegangen”, fasste Tom Starke zusammen. Die MSV-Spieler standen bereits einige Minuten vor den Oberhausenern wieder auf dem Rasen.
Mit Dorge Kouemaha brachte Neururer einen frischen Stürmer. Die Zebras wirkten etwas wacher und zeigten zumindest vielversprechende Ansätze. Nach zwei Fehlversuchen schaffte Kouemaha fünf Minuten vor dem Ende den Ausgleich, als er den Ball aus 15 Metern ins Netz jagte.
Peter Neururer: „Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist bei meinem Team einfach zu groß.” Auf die Frage, ob für ihn ein Lerneffekt erkennbar sei, meinte er: „Den gibt es diese Saison nicht mehr.” Für das Sonntags-Spiel beim 1. FC Kaiserslautern ist Olivier Veigneaus Einsatz wegen Rückenschmerzen fraglich.















