MSV Duisburg : Energie Cottbus schnappt sich Markus Brzenska

Duisburg. Die Zebras verlieren das Rennen um Innenverteidiger Markus Brzenska, der zu Bundesliga-Absteiger Energie Cottbus wechselt. Zudem gibt es bei den Zebras Irritationen um Stürmer David Strihavka.
Manager Bruno Hübner hat beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg schon bessere Tage als den gestrigen erlebt. Die Zebras verloren den Kampf um Innenverteidiger Markus Brzenska. Der 25-Jährige, in der letzten Saison unumstrittener Führungsspieler beim MSV, unterschrieb gestern einen Drei-Jahres-Vertrag beim Liga-Konkurrenten Energie Cottbus. Hinzu kommen Irritationen um Stürmer David Strihavka. Der Spieler, den der MSV für die kommende Saison verpflichten will, erklärte auf der Internetseite seines Stammvereins Viktoria Pilsen, dass er künftig lieber bei den Tschechen auf Torejagd gehen will.
Kaum wurde der Wechsel gestern bekannt, gingen viele MSV-Fans in den Internetforen bereits auf die Barrikaden. Für Hübner kam der Wechsel am Ende aber nicht mehr überrschend. „Dortmund hat ja von Cottbus Dimitar Rangelov verpflichtet. Deshalb kam dieser Deal wohl auch zustande.” Hübner hatte im Tauziehen um Brzenska auf Zeit gespielt. Die Ablöseforderungen der Dortmunder konnte und wollte der MSV für den ehemaligen Leihspieler nicht erfüllen. Doch der BVB kam den Duisburgern nicht entgegen, sondern suchte nach Alternativen.
Bei David Strihavka ist Hübner weiterhin davon überzeugt, dass der Stürmer für Duisburg spielen wird. Der 26-Jährige spielte bei Banik Ostrau auf Leihbasis und kehrt nun zu Viktoria Pilsen zurück. „Ein normaler Vorgang. Wir sind mit ihm einig. Er will unbedingt zu uns”, so Hübner, der Strihavkas Äußerungen im Internet nicht überbewerten will. Auch Spielerberater Sascha Beumer, der kürzlich mit Bruno Hübner zu Verhandlungen in Prag weilte, geht von einem Strihavka-Wechsel nach Duisburg aus. „Das Leihgeschäft zwischen Ostrau und Pilsen ist ausgelaufen, sodass er jetzt wieder in Pilsen mittrainiert.”
Beumer sieht den Transfer des schnellen 1,94-Meter-Brechers fast in trockenen Tüchern. „Wir haben uns vor zwei Wochen sowohl mit dem MSV Duisburg, dem Präsidenten von Viktoria Pilsen als auch mit dem Spieler selbst geeinigt. Im Grunde warten wir jetzt nur auf den Startschuss”, erklärt Beumer.
Das nötige Geld für die Strihavka-Verpflichtung wollen die Zebras durch einen Verkauf von Dorge Kouemaha, den Coach Frank Pagelsdorf zu Al-Nasr Sports nach Dubai holen möchte, aquirieren. Beumer: „Sobald Kouemaha weg ist, geht der Deal mit Strihavka über die Bühne.” Der Marktwert des Stürmers wird auf 800 000 Euro geschätzt.















