2:11! Trainer Klöser schämt sich für den SV Wanheim
03.06.2012 | 20:38 Uhr 2012-06-03T20:38:00+0200
Duisburg. Absteiger fällt bei zweistelliger Pleite in Hamborn völlig auseinander. Hertha verliert 4:5 gegen Rhenania Bottrop. Zwei Spielausfälle.
Mit dem vorzeitig feststehenden Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga dachte Lothar Klöser, das Schlimmste hinter sich zu haben. Doch was der Trainer des SV Wanheim am vorletzten Spieltag erlebte, toppte im negativen Sinne noch einmal alles. Die Spiele TSV 20 Bruckhausen – Meiderich 06/95 und SV Walbeck – VfB Homberg II fielen wegen des schlechten Wetters aus und könnten möglicherweise bereits am Dienstag nachgeholt werden.
Gruppe 8: Hamborn 07 II – SV Wanheim 1900 11:2 (6:0): Bereits in der Halbzeitpause sagte der SVW-Coach seinen Spielern, „dass ich keinen von ihnen in der nächsten Woche mehr sehen möchte. Ansonsten fehlten mir echt die Worte. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, nahm Klöser nach dem Debakel in Hamborn kein Blatt vor den Mund: „Ich schäme mich für den Verein, Trainer dieser Truppe zu sein.“ Lediglich Alexander Döhm, Martin Karczewski, Manuel Buchholz und Torwart Ihsan Yilmaz nahm Klöser aus der Kritik: „Vor Ihsan muss ich den Hut ziehen, dass er 90 Minuten durchgespielt hat. Er konnte einem leid tun.“ Im Minutentakt schossen Admir Turudija (4), Rouven Zeitz, Mirko Schwenke (je 3) und Mazlum Itmec die wehrlosen Wanheimer ab. Zu allem Überfluss kassierte Uwe Dittmer für ein Nachtreten seine zweite Rote Karte. Ahmet Aydin betrieb zumindest zweimal Ergebniskosmetik. „Der Gegner hat das Ergebnis zugelassen. Aber ich habe die Jungs in der Halbzeit gebeten, konzentriert weiter zu spielen und das haben sie gut gemacht“, lobte 07-Coach Andreas Kubinski seine Elf.
Hertha Hamborn – Rhenania Bottrop 4:5 (3:2): Ein Torefestival gab es auch an der Iltisstraße. Dabei führte Hertha durch Treffer von Yalcin Alkurt, Esat Tutak und Serkan Ucar mit 3:1. „Das hätten wir über die Bühne bringen müssen“, war das 3:2 mit dem Pausenpfiff der Knackpunkt für Coach Rauf Alkurt. Bottrop legte auf 4:3 vor, Yalcin Alkurt glich aus, doch anstelle des Siegtreffers durch Muhammet Yildirim traf Rhenania im Konter zum 5:4. Murat Alkurt sah wegen einer Schiedsrichterbeleidigung die zweite Rote Karte in dieser Saison (60.).
SV Spellen – HSV Hilal 3:1 (2:1): „Ein Remis wäre gerecht gewesen“, befand Coach Recai Demir, der einige Entscheidungen des Schiris „unglücklich“ fand. Wie die Ampelkarte gegen Cagri Düven (43.) und den anschließenden Innenraumverweis gegen ihn selbst. Seinen Humor verlor er nicht: Mit einem „schönen Eigentor volley aus 30 Metern, das als Rückgabe gedacht war“, so Demir, besiegelte Kayhan Erol die Niederlage. Mohammed Ettaouil traf ins richtige Tor.
TuRa 88 Duisburg – Barisspor Bottrop 4:1 (2:0): Thilo Borgmann, Fotios Papachristos, Etienne Wandel und Jan Hildebrandt schossen den Sieg gegen das Schlusslicht heraus. „Es war ein lockeres Spiel. Auch Bottrop hat nie aufgesteckt“, so Trainer Sakis Papachristos.
Viktoria Wehofen – TV Voerde 1:1 (0:1): Hamza Demir gelang der Ausgleich, der nach Meinung des scheidenden Trainers Muzaffer Erdeger „mehr als verdient“ war. Zuschauer war auch Stefan Köppen, der in der neuen Saison gemeinsam mit Co-Trainer Marc Hebold (beide SGP Oberlohberg) die Viktoria in der Kreisliga coachen wird, wie Obmann Michael Schank berichtet.
Gruppe 9: VfL Rheinhausen – SV Sonsbeck II 2:3 (2:0): Thomas Schepp und Daniel Oster schossen ein 2:0 heraus, doch Sonsbeck drehte das Spiel. „In der ersten Halbzeit haben wir eine unserer besten Leistungen gezeigt, dann aber alles vermissen lassen“, ärgerte sich Trainer Michael Wiegelmann. „Mit einem Sieg wären wir vorbeigezogen.“
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