1:4! Abel spielt gleiche Platte

Gut angefangen, aber am Ende mit einer Packung Frust nach Hause gefahren: Für den Fußball-Oberligisten VfB Homberg brachte das Spiel in Hilden alte Erkenntnisse. Bei der 1:4 (1:2)-Pleite offenbarten die Gelb-Schwarzen erneut haarsträubende Patzer in der Defensive, betrieben dazu reinsten Chancenwucher. Trainer Günter Abel legte die gleiche Platte wie seit Monaten auf: „Es war eine absolut unnötige Niederlage. Die Gegentore waren allesamt Geschenke. Es hat sich also nichts geändert.“

Nach einem feinen Spielzug gingen die Homberger zunächst durch Eric Holz, der von Jonas Rölver mustergültig bedient wurde, 1:0 in Führung (2.). „Danach hatten wir durch Rölver, der aber direkt auf das kurze Ecke zielte, anstatt den freien Almir Sogolj zu bedienen, die Chance zum 2:0“, raufte sich Abel die Haare.

Aus abseitsverdächtiger Position kam es schließlich zu einer Strafstoßentscheidung. Mo Attris klammerte seinen Gegenspieler. Den fälligen Elfmeter versenkte Stefan Schaumburg zum Ausgleich (20.). Acht Minuten später fühlte sich Schaumburg bewogen, aus 35 Metern halbhoch abzuziehen. Der harmlos wirkende Schuss fand den Weg ins von Martin Hauffe gehütete Homberger Tor – 2:1.

„Vor der Halbzeit hatten wir wieder zwei große Chancen. Eric Holz schoss links vorbei. Patrick Polk köpfte rechts daneben. Wir haben auch nach der Pause malocht und alles probiert. Charakter und Wille sind bei den Jungs absolut vorhanden“, bilanzierte Abel. Statt des erhofften Homberger Ausgleichs wurde es am Ende eine deutliche Abfuhr. Jannik Weber (70.) und Vincenzo Lorefice (88.) machten den Sack zu. In der Phase war Fabian Hastedt schon gar nicht mehr dabei. Der Defensivmann bekam erst einen Ellenbogen ab und später auch noch einen Tritt gegen den Kopf. „Fabian war ziemlich benommen. Wir haben ihn rausgenommen“, so Abel.