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2. Fußball-Bundesliga

Zähes Geduldsspiel führte zum Fortuna-Sieg

10.04.2012 | 21:58 Uhr
Fortunas Ranisav Jovanovic (Mitte) sorgte mit seinem Kopfballtreffer für den Düsseldorfer 1:0-Sieg gegen den FSV Frankfurt.Foto: imago

Düsseldorf.  In der 55. Spielminute waren gestern Abend wieder die Mienendeuter gefragt. Fortuna-Joker Ranisav Jovanovic hatte soeben Ken Ilsøs achten von 13 Eckbällen per Kopf im Ziel versenkt. Und damit den zähen, aber offensiv harmlosen FSV Frankfurt mit 1:0 (0:0) in die Knie gezwungen. Der Serbe rannte gestenreich in Richtung Ersatzbank. Ob der einstige Mainzer Bundesliga-Profi seinem Cheftrainer zeigen wollte, dass er auch für die Startelf taugt?

„Nein, auf der Haupttribüne saßen einige Freunde von mir. Die habe ich gegrüßt“, versicherte der schmunzelnde Gewinner des zähen Fußball-Zweitliga-Abends. An deren Ende die Fortunen ihren einen Punkt Vorsprung auf den FC St. Pauli und damit auf Relegationsplatz drei verteidigt hatten.

Rösler auf der Ersatzbank

Chefcoach Meier hatte im Vorfeld nicht nur verbal für Belebung gesorgt. Sascha Rösler fand sich unerwartet auf der Ersatzbank wieder. Das war dem Mittelfeldantreiber seit seinem ersten Start am 1. November 2010 beim 1:0 über den MSV Duisburg noch nicht passiert. Freilich mit der Ausnahme von vier Matches, wo der Blondschopf gesperrt war, hatte Coach Meier seinem Routinier 50-mal in Serie vertraut.

Thomas Bröker hielt nach einer Innenbanddehnung im Knie wacker, aber laufstark wie gewohnt durch. Christian Weber nutzte die Einsatzchance für den in Rostock schwachen Sascha Dum erst in der zweiten Halbzeit. Und der zuletzt wenig überzeugende, gestern punktuell aber verbesserte Ken Ilsø nahm die Rösler-Rolle ein. Vielleicht in der Hoffnung, ähnlich zu glänzen, wie in der Rückrunde der vergangenen Saison. Da hatte der Däne bei seinem Fortuna-Einstand gegen den FSV drei Treffer beim 6:0-Triumph erzielt. Gestern warteten tapfere 25 107 Fans vor der Pause vergeblich auf den Telefonjubel in der Arena.

Halbgare Torchancen

Der Anhang hatte sich ein dickes Kompliment verdient. Fortuna schaffte es nicht, gegen gut gestaffelte Hessen irgendwie mal Tempo aufzunehmen. Die halbgaren Torchancen, zwei Kopfbälle von Innenverteidiger Assani Lukimya, waren der Erwähnung eigentlich nicht wert. Die Mehrzahl der Sympathiesanten feuerte trotzdem eisern an.

Fortuna verteidigt Platz drei

Dann kam Ranisav Jovanovic für Adam Bodzek. Meier ließ offensiver spielen. Fortuna baute endlich Druck auf, befreite die scheinbar vernebelten Gedanken mit dem Treffer. Es war Jovanovic’ vierter Jubel in dieser Saison.

Gut stehende FSV-Defensive

Das Geduldsspiel gegen tief stehende Gäste wurde trotz des knappsten aller Ergebnisse nicht zur Zitterpartie. Die gut stehende Defensive ließ schließlich keine Torchance für Blau-Schwarz zu.

Hinterher wirkte das Resultat wie ein Mantel, der über zahlreiche Schwächen hinwegtäuschte. Beispielsweise, wie man Überzahlkonter deutlich effektiver ausnutzen kann. Dass Beister oder der wieder fehlerhafte Andreas Lambertz der Form hinterherhecheln? Gestern geschenkt!

„Es lohnt sich, an sich zu glauben. Nach der Halbzeit haben wir Entschlossenheit gezeigt und waren giftiger als in den Spielen zuvor“, hob Coach Meier hervor. Und lobte seinen Torschützen: „Rani hat Schwung reingebracht. Kann gut sein, dass er in Dresden am Montagabend mal von Anfang an spielt.“

Michael Ryberg

Kommentare
11.04.2012
18:39
Die letzte Blüte des Ranisav J.
von picxx | #2

Siegtor im Hinspiel gegen Dresden, jetzt Siegtor gegen den FSV und ein dickes Sonderlob von Meier: kommt Rani noch einmal wieder? Und bleibt er noch...
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2012-04-10 21:58
Fortuna Düsseldorf,FSV Frankfurt,F95,2. Bundesliga,Zweite Liga
Düsseldorf