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Basketball-Bundesliga

Wundertüte und Etatkürzung

19.02.2010 | 21:30 Uhr

Düsseldorf. Die Giants empfangen am Sonntag das schwer einzuschätzende Team aus Ulm. Berufung gegen Bailey-Sperre eingelegt. Geschäftsführer Di Padova kündigt deutlich verringerten Etat an - Leistungsträger wie Archibong, Geib und Walker dürften kaum zu halten sein.

Es ist ein richtungsweisendes Match, das Sonntag Nachmittag für die Bundesliga-Basketballer der Giants ansteht. Im Heimspiel gegen das mittlerweile nach einem Pharmakonzern benannte Team des SSV Ulm (17 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) muss ein Sieg her, um weiterhin den schmalen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge zu halten. Zudem würde man mit einem Erfolg Ulm in der Tabelle von Rang 13 verdrängen. „Wir müssen gewinnen”, betont Cheftrainer Achim Kuczmann.

Der 56-Jährige wird, wie berichtet, auf den gesperrten Brant Bailey verzichten müssen. Der wurde nach einer vermeintlichen Tätlichkeit gegen Dane Watts beim 79:82 am vergangenen Samstag in Tübingen für drei Partien gesperrt und zu einer Strafe vo 4500 Euro verdonnert.

BBL-Spielleiter Dirk Horstmann (Kamen) hatte das Urteil aufgrund des Berichtes von Hauptschiedsrichter Horst Weichert gefällt. Der hatte aber keine Tätlichkeit vermerkt, auch das Video der Partie wurde nicht gesichtet.

„Die Aktion war hart, aber keine Tätlichkeit. Brant ging zum Block hoch”, ärgerte sich Giants-Chef Claudio Di Padova, der gestern die 750 Euro „teure” Berufung gegen das Urteil einlegte.

Bailey bleibt aber vorerst gesperrt. Deswegen ist Coach Kuczmann froh, dass Koko Archibong wieder voll belastbar ist: „Es ist wichtig, dass Koko dabei ist. Er reißt die ganze Mannschaft mit.” Respekt hat Kuczmann allerdings vor den Gästen, die in eine unberechenbare Wundertüte sind. „Ulm kann man nicht gut einschätzen”, rätselt der Trainer. „Sie haben nur wenige Angriffssysteme, probieren viel über Einzelaktionen.”

Abseits des Parketts arbeitet Di Padova weiter an der Zukunft der Giganten. Die werden wohl in der kommenden Saison mit einer neuen Mannschaft auflaufen. „Wir werden die Lizenz mit einem deutlich geringeren Etat beantragen”, so Di Padova. Was bedeutet, dass ein preisgünstigeres Team zusammen gestellt wird.

Da ist es einerseits von Vorteil, dass alle zwölf Spielerverträge auslaufen. Andererseits dürften aber gerade die wenigen Leistungsträger wie Koko Archibong, Gordon Geib und B. A. Walker zu reduzierten Bezügen nicht zu halten sein.

Um den Etat doch noch aufzustocken, arbeiten die Giants auf Provisionsbasis mit einem Vermarkter aus Oberhausen zusammen, der unter anderem auch die Sponsorenakquise für den Fußball-Bundesligisten VfL Bochum und Fortunas Zweitliga-Konkurrent Rot-Weiß Oberhausen betreibt.

Oliver Schaal

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