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Leichtathletik

„Wunderläufer“ und Muskelpakete

10.02.2012 | 23:08 Uhr
„Wunderläufer“ und Muskelpakete

Düsseldorf. Ein Höhepunkt jagte gestern Abend beim 7. Indoor-Meeting der Leichtathleten in der mit 2000 Zuschauern ausverkauften Stockumer Leichtathletikhalle den nächsten. Am Ende standen fünf Weltjahresbestleistungen und zwei neue Meeting-Rekorde.

Das sicherlich beste Ergebnis bot der Kenianer Thomas Longosiwa im 5000-Meter-Lauf, der auf dem letzten Kilometer in 2:31 Minuten nochmals richtig für Dampf unter den Spikesohlen sorgte und in der Weltjahresbestzeit von 12:58,67 Minuten der Schnellste eines Rennens war, das nach drei Kilometern den Weltrekord (12:49 Minuten) wackeln lies. Doch nach der Drei-Kilometer-Marke (7:49 Minuten) wurde das Rennen langsamer, obwohl Vorjahressieger Isiah Kiplangat Koech die Spitze übernommen hatte. Doch der 18-jährige keniatische „Wunderläufer“ wurde diesmal in 13:02,36 Minuten lediglich Zweiter. Doch selbst der Siebte, der Türke Polan Arikan (13:12,55 Minuten), blieb noch deutlich unter der Zeit des Dritten im Vorjahr (13:15 Minuten), was die Sonderklasse dieses Rennens eindrucksvoll bewies.

„Man kann nicht immer gewinnen,“ meinte Isiah nach dem schnellen Rennen. Derweil wunderte sich der Sieger Longosiwa: „Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinne.“

Die erste Jahres-Weltbestzeit des Abends bot im 800-Meter-Lauf der Pole Adam Kszczot in der auch in Düsseldorf nie zuvor gelaufenen Zeit von 1:45,44 Minuten. Auf den letzten 150 Metern hatte er keine Konkurrenz mehr und lief mit zwei Sekunden Vorsprung über den Zielstrich. „Ich habe mich schon etwas gewundert wo die Gegner waren“, keuchte er im Ziel.

Anschließend machte es ihm der junge Keniate Nixon Chepsabe im 1500-Meter-Lauf mit neuer Jahres-Weltbestzeit von 3:35,54 Minuten nach. Noch weitere drei Läufer blieben unter der bisherigen Welt-Bestleistung. Zu gerne hätte Chepsabe auch seinen Meetingrekord aus dem Vorjahr (3:34 Minuten) gebrochen: „Dafür waren wir leider in einer Runde etwas zu langsam.“

Duell derWeltmeisterinnen

Das Duell der beiden Weltmeisterinnen im Dreisprung gewann die Titelträgerin des Jahres 2009, Yargelis Savigne (Kuba), mit der Weite von 14,22 Meter vor der aktuellen Titelträgerin Olga Saladuha (Ukarine/14,17 Meter).

Immerhin mit einem neuen Meeting-Rekord für den Amerikaner Christian Cantwell endete das Kugelstoßen. Er wuchtete den Eisenball auf die Weite von 21,31 Meter und gewann vor dem Polen Thomas Majewski, der sogar einen neuen Landesrekord in der Halle (21,19 Meter) schaffte. Weltmeister David Storl (Chemnitz/20,67 Meter) musste mit Rang drei trotz vieler Sympathien aus dem Publikum zufrieden sein.

Zum Abschluss sorgten auch die 60-Meter-Sprinter für tolle Zeiten. Bei den Männern war der Franzose Jimmy Vicaut in Weltjahresbestzeit von 6,53 Sekunden der Schnellste. Bei den Frauen wiederholte die Ukrainerin Oleysa Povh in 7,13 Sekunden ihren Erfolg aus dem Vorjahr.

In dieses Finale schaffte es auch die 21-jährige Carolyn Moll (ART), die Rang acht in 7,43 Sekunden belegte. Im Vorlauf war sie die Siebtschnellste in der Zeit von 7,42 Sekunden gewesen.

Bernward Franke

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