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Fortuna-Trainingslager

„Wir haben eine Riesenchance“

22.01.2015 | 06:00 Uhr
„Wir haben eine Riesenchance“

Düsseldorf.   Die Rückkehr einiger Spieler, die länger verletzt waren, und die intensive Arbeit im Trainingslager machen Fortuna-Trainer Oliver Reck zuversichtlich im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg. Das Spiel in 17 Tagen in Karlsruhe wird zum „Auslöser“.

Beinahe pünktlich um 16.10 Uhr endete gestern mit der Landung in Lohausen das Winter-Trainingslager der Fortuna. Trotz der 0:3-Niederlage gegen den Schweizer Erstligisten Grasshopper Zürich zum Abschluss der spanischen Woche zieht Chefcoach Oliver Reck ein positives Fazit. „Das Spiel gegen Zürich kann ich nicht wirklich bewerten. Ich weiß nicht, ob es angesichts der Wassermassen auf dem Platz in Deutschland angepfiffen worden wäre“, sagt der 49-Jährige. „Wichtig ist, dass einige Spieler, die zuletzt längere Zeit verletzt waren, wieder Anschluss gefunden haben. Die ganze Mannschaft hat sehr gut mitgezogen, sehr professionell umgesetzt, was wir uns für diese Woche vorgenommen hatten.“ Deshalb kommt Reck zu einer klaren Schlussfolgerung: „Die Jungs haben erkannt, dass wir eine Riesenchance haben in diesem Jahr.“

Der Trainer muss gar nicht aussprechen, welche Riesenchance er damit meint – die Zweitliga-Tabelle mit nur zwei Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz sagt es deutlich genug. Besonders pikant, dass es zum Liga-Wiederbeginn in 17 Tagen eben zu jenem Klub geht, der den direkten Aufstiegsrang zwei innehat – dem Karlsruher SC. „Wir wissen, dass dieses Spiel unser Auslöser ist“, formuliert Reck blumig, „dann zählt es. Wir haben das Ziel, in Karlsruhe ein Ausrufezeichen zu setzen.“

Was seine Schützlinge in den sieben Tagen in Estepona zeigten, gibt dem Trainer Zuversicht. „Die erste Hälfte des Testspiels gegen den FC Basel ähnelte schon dem, was ich mir unter Fußball vorstelle“, erklärt er, „die Bälle aggressiv erobern und dann den Gegner überraschen. Die Idee war da, und das konnte man auch sehen.“ Reck ist überzeugt, dass diese Art Tempofußball auch gegen Kontrahenten funktionieren kann, die tiefer in der Abwehr stehen und Fortuna weniger Räume geben als Basel. „Wir haben durch die Rückkehr unserer Langzeitverletzten vor allem auf den Flügeln wieder mehr Möglichkeiten.“

Dicht an der Bestform

Doch der Coach freut sich nur über die Comebacks von Oliver Fink, Ihlas Bebou, Lukas Schmitz, Mathis Bolly oder Andreas Lambertz, denen er attestiert: „Sie alle haben in der Reha offenbar gut gearbeitet, sonst könnten sie nicht jetzt schon wieder so dicht an ihrer Bestform sein. Alle können zu hundert Prozent alles mitmachen im Training – das war unser Ziel für die Zeit in Estepona.“ Selbst Heinrich Schmidtgal, den viele bereits abgeschrieben hatten, nähert sich langsam wieder dem Wettkampfmodus – und dann ist da ja auch noch Michael Liendl, der endlich den Weg aus seinem Formtief zu finden scheint. „Micha macht einen quicklebendigen Eindruck“, befindet Reck sogar. „Ich hatte in Estepona ein sehr langes und gutes Gespräch mit ihm. Er hat erkannt, dass er ein bisschen mehr tun muss.“

Fehlt eigentlich nur noch, dass die Truppe am 8. Februar in Karlsruhe diesen guten Ansätzen gerecht wird. Am Samstag (15.30 Uhr) beim Test in der Esprit-Arena gegen Borussia Dortmund (20 000 Tickets bereits verkauft) können sich die Düsseldorfer Fans ein Bild vom aktuellen Leistungsstand machen.

Aus dem Trainingslager in Estepona

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2015-01-22 06:00
Düsseldorf