Wiedersehen mit Meier endete Remis

Was wir bereits wissen
In einem Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit trennten sich gestern in Hamm die Fortuna und Arminia Bielefeld 1:1.

Düsseldorf. Es war gestern Nachmittag ein wenig das Duell von Fortunas Vergangenheit gegen die Gegenwart. Beim Testspiel des Fußball-Zweitligisten gegen Drittliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Arena in Hamm stattfand, begegneten sich mit Norbert Meier ein ehemaliger und mit Taskin Aksoy der aktuelle (Interims-)Trainer der Düsseldorfer.

Zumindest auf den ersten Blick sind beide Übungsleiter kaum zu vergleichen. Während Aksoy noch ein Neuling im Profi-Trainergeschäft ist und nach der Beurlaubung von Oliver Reck ins „kalte Wasser“ 2. Fußball-Bundesliga geworfen wurde, kann Meier als Chef-Coach schon einige Erfolge vorweisen. Allein seine Aufstiege mit der Fortuna von der 3. Liga bis ins Fußball-Oberhaus sind den rot-weißen Fans unvergessen.

Einige Parallelen

Doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich doch einige Parallelen zwischen den zwei Übungsleitern. Beide hielt es beispielsweise selbst beim Testspiel keine 90 Minuten auf der Bank. Teilweise sitzend, teils stehend, gaben sie ihre Anweisungen. Auch bei der Analyse der Partie waren sich beide einig. „Das Spiel hat seinen Zweck erfüllt“, sagten die Trainer unisono.

Für die zuletzt wenig eingesetzten Akteure gab es Spielpraxis, für formschwache Profis Zeit, sich wieder anzubieten. Zumindest in der ersten Hälfte machte Michael Liendl einen engagierten Eindruck. Mit seinem direkten Freistoß ans Lattenkreuz sorgte Fortunas Spielmacher für den einzigen Höhepunkt in den ersten 45 Minuten – danach tauchte der 29-Jährige jedoch komplett ab.

Während Innenverteidiger Dustin Bomheuer zum besten Flingerner avancierte, offenbarte Ben Halloran mit seinem Treffer nach 58 Minuten aus 18 Metern Torjägerqualitäten. Den spielgerechten 1:1-Endstand besorgte schließlich der Armine Manuel Junglas vier Minuten vor dem Abpfiff.

Ein Highlight dürfte die Partie am Ende vor allem für Marvin Ajani, Maurice Pluntke, Robin Urban, Kaan Akca, Julien Rybacki sowie Kemal Rüzgar gewesen sein. Bei diesen sechs Akteuren aus der Regionalliga-Reserve erinnerte sich Coach Aksoy wohl an vergangene Tage als Übungsleiter der „Zwoten“ und ließ die Jungspunde in der zweiten Halbzeit ran.

Indes freute sich Fortunas ehemaliger Aufstiegstrainer Meier über das Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten. Ansonsten stelle das Treffen seines Ex-Klubs keine allzu große Besonderheit dar. Ähnlich dürfte es Aksoy ergangen sein, der am Ende unter einsetzendem Regen die erste Hälfte seiner Mannschaft lobte.

„Es fehlte nur ein Tor“

„Da haben wir ganz ordentlich gespielt. Mit der ersten Halbzeit bin ich ganz zufrieden. Was gefehlt hatte, war nur ein Tor“, erklärte der 47-Jährige und richtete den Blick schon auf die kommende Zweitliga-Partie beim FC St. Pauli am Ostermontag.
Fortuna: Unnerstall – Schauerte, (46. Ajani), Soares (73. Pluntke), Bomheuer, Schmitz (46. Schmidtgal) – Halloran (80. Rybacki), Fink (61. Akca), Pinto (61. Urban), Erat (61. Rüzgar) – Liendl (80. Weber) – Hoffer.