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Wie damals im Europacup . . .

10.08.2012 | 22:00 Uhr
Wie damals im Europacup . . .
Im Europapokal 1981 traf Ralf Dusend beim 2:2 gegen Benfica Lissabon ins Schwarze.

Benfica Lissabon beendete 1981 vorläufig die Europapokal-Auftritte der Fortuna – und ist am Samstag ab 16 Uhr zur Saisoneröffnung in der Arena zu Gast

Düsseldorf. So viel internationales Fußballflair wie Samstagnachmittag (Anstoß: 16 Uhr; Vorprogramm ab 13.30 Uhr) gab es in der Arena noch nicht. Zumindest nicht auf der Fortuna-Klubebene. Der 32-malige portugiesische Meister Benfica Lissabon wird die Schützlinge von Trainer Norbert Meier acht Tage vor dem ersten Pflichtspiel fordern. Das Team von Chefcoach Jorge Jesus hat in der Vorbereitung kürzlich Real Madrid im Lissaboner Estadio da Luz mit 5:2 geschlagen. „Da kommt was auf uns zu“, weiß Meier.

Gäste mit Riesen-Kader

Zu allererst ein exorbitant großer Kader. 37 Kicker, davon jeweils acht Brasilianer und Argentinier, gehören dem Aufgebot an. Damit nicht genug. Die zweite Benfica-Vertretung, aus der sich Jorge Jesus ebenfalls bedienen kann, operiert mit ebenfalls 36 Spielern. Davon fast alle im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Ein Talenteschuppen auf hohem Niveau. Entsprechend unsicher dürften Vorhersagen sein, wer heute Nachmittag im roten Dress des zweimaligen Europapokal-Siegers in der Arena vorspielt.

In guter Form dürften die Gäste bereits sein. Am nächsten Wochenende startet in Portugal die Saison in der höchsten Liga, die vom Bierbrauer Sagres gesponsert wird. Sport Lisboa e Benfica, wie der 24-malige Pokalsieger und ehemalige Klub von Portugals Fußball-Legende Eusebio exakt heißt, erwartet dann Sporting Braga.

Der mit über 200 000 Mitgliedern größte Fußballklub der Welt verbindet aber auch eine kleine Historie mit der Fortuna. Benfica war schließlich der bis dato letzte Europapokalgegner der Düsseldorfer. In der Pokalsieger-Runde der Saison 1980/81 trafen die Kontrahenten im Viertelfinale aufeinander. 35 000 Zuschauer sahen im Rheinstadion ein 2:2. Carlos Manuel und, eine Viertelstunde vor Schluss, Humberto glichen jeweils die Führungstreffer von Rüdiger Wenzel und Ralf Dusend aus. Im Rückspiel brauchte Fortuna einen Sieg. Oder mindestens ein 3:3. Beides klappte nicht. Vor 80 000 Zuschauern im alten Estadio da Luz knipste Chalana zwei Minuten vor dem Spielende die Fortuna-Lichter im Europacup aus. Bis heute.

Für die Fortuna-Fans dürfte es spannend zu sehen sein, in welcher Form sich die mit 18 Neuzugängen veränderte Mannschaft wenige Tage vor der Pokalfahrt nach Burghausen präsentiert. Auf zahlreichen Positionen der Startelf gibt es noch Fragezeichen. Natürlich auch im Tor. Fabian Giefer und Robert Almer, die sich heute die Spielanteile brüderlich teilen sollen, hinterließen bisher beide einen ordentlichen Eindruck.

Die Viererkette der Abwehr dürfte, vor allem wegen der andauernden Hüftverletzung des Brasilianers Bruno Soares, schon stehen. Johannes van den Bergh, Jens Langeneke, Stelios Malezas und Tobias Levels gelten von links nach rechts als klare Startfavoriten. Im defensiven Mittelfeld streiten sich mit dem in der Bundesliga schon erfahrenen Adam Bodzek sowie Andreas Lambertz und Oliver Fink drei Stammkicker um zwei Plätze. Dass mit dem Ukrainer Andrey Voronin (33/Leihgabe von Dynamo Moskau) der teuerste Neuzugang in der Offensive ein kräftiges Wort mitsprechen wird, steht außer Zweifel. Und auch Fortuna-Rückkehrer Axel Bellinghausen dürfte im linken Mittelfeld seine Position erst einmal sicher haben. Auf der rechten Seite und auch ganz vorn wird gegrübelt. Vielleicht sind ja alle, inklusive Trainerstab, heute Abend nach dem Benfica-Match (etwas) schlauer.

Michael Ryberg


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