Wer macht schon gern Bankdrücker!?
30.01.2012 | 18:03 Uhr 2012-01-30T18:03:00+0100
Düsseldorf. Theoretisch hat Fußball-Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna noch bis Dienstagabend, 23.59 Uhr, für einen ganz späten Transfer Zeit. Das ist die erste von zwei Wechselperioden des neuen Fußball-Jahres auch schon wieder beendet. „Es ist aber eher unwahrscheinlich“, erklärte Sportvorstand Wolf Werner gestern im NRZ-Gespräch, „dass wir noch einen zusätzlichen Innenverteidiger holen.“
Ein gewisses Finanzspektrum wäre vorhanden. Die Problematik könnte personeller Natur sein. Nämlich dass sich kein geeigneter Kandidat finden lässt, der hinter den gesetzten Jens Langeneke und Assani Lukima-Mulongoti sowie hinter dem bisher ebenfalls überzeugenden Ersatzkicker Juanan den Bankdrücker im Wartestand machen mag.
Barbaric wirkt noch nach
Der geplatzte Leihtransfer des kroatischen Abwehrspielers Tomislav Barbaric (22) wirkt übrigens noch ein wenig nach. Fortuna war im Trainingslager in San Pedro de Alcantara/Südspanien von der geplanten Verpflichtung des U-21-Nationalspielers von Erstligist Dinamo Zagreb zurückgetreten. Grund: Schlechte Blutwerte, die eine verschleppte Grippe zutage gefördert hatten.
„Es gibt ein gewisses Risiko, dass der Spieler über eine längere Zeit nicht voll belastbar sein wird“, erklärte Fortunas Herzspezialist Dr. Ulrich Keil. Das sieht Barbaric’ Berater-Crew der ASA International, die unter anderem Tottenhams Mittelfeld-Ass Luka Modric (Vertrag bis 30. Juni 2016/Markwert: satte 33 Millionen Euro!) betreut, naturgemäß anders.
Doch der kolportierte Einspruch gegen das geplatzte Leihgeschäft wird wohl im Sande verlaufen. Fortunas Sportvorstand Werner bleibt jedenfalls gelassen: „Das Angebot bestand nur, sollte der Spieler den Ärztecheck überstehen. Dazu hat nur der Spieler den vorgefassten Leihvertrag unterschrieben.“
Beim gestrigen Nachmittagstraining suchten die wenigen Kiebitze bei Minusgraden an der Arena vergeblich nach einem neuen Gesicht. Vom Stammteam fehlte Sascha Dum, der nach zwei Spritzen gegen seine Rückenschmerzen zwei Tage pausiert.
Angreifer Adriano Grimaldi hatte das Testmatch gegen den SC Paderborn am Freitagabend (0:1 durch Sören Brandy) ebenfalls ausgelassen. Übte aber gestern nach überstandenem grippalen Infekt wieder ohne Einschränkung mit.
Heinigs Nachfolger
Seit 15. Januar wird übrigens auch das neunte Aufsichtsratsmitglied gesucht. Nach dem Abschied von Kik-Geschäftsführer Stefan Heinig gibt es drei Kandidaten: AirBerlin-Aufsichtsrat Achim Hunold, der Vorstandsvorsitzende der Westfälischen Grundbesitz und Finanzverwaltung (WGF), Pino Sergio, sowie ein Vertreter der Stadtwerke, die unter anderem den alljährlichen Wintercup in der Arena sponsern.
Derzeit ist der Wahlausschuss der Fortuna am Zug, einen der drei Kandidaten zum Aufsichtsratsmitglied zu benennen.
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