Weiß: "Es ist für uns doch nur eines von 14 noch ausstehenden Spielen"
19.02.2010 | 16:54 Uhr 2010-02-19T16:54:00+0100
Es ist das Spiel der Spiele in der Fußball-Niederrheinliga, wenn Spitzenreiter Turu im Paul-Janes-Stadion auf den Aufstiegsfavoriten KFC Uerdingen trifft. Die Krefelder haben in 15 absolvierten Spielen 27 Punkte geholt, die Turu hat in ihren 18 Begegnungen 34 Zähler erspielt.
Trotz der sportlichen Bedeutung bleibt Turu-Senior Markus Weiß ganz ruhig. Der kopfballstarke Abwehrspieler, der bisher drei Saisontore auf seinem Konto hat, meinte auf Anfrage zur NRZ: „Es ist für uns nur eines von noch ausstehenden 14 Spielen, wenn auch ein wichtiges. Weil es gegen einen direkten Konkurrenten geht. Ich bin guter Dinge, dass wir zumindest ein 1:1 erreichen. Das Spiel ist ja eine Rechnung mit großen Unbekannten. Für beide Mannschaften ist es das erste Punktspiel nach den schwierigen Trainingsbedingungen während der Vorbereitung. Uerdingen hat sich enorm verstärkt, wir haben uns mit Yannik Intven, Hassan Ramadani und Stephan Bork nur ergänzt. Man muss abwarten, wie sich der KFC schon als Team gefunden hat. Wir sind vielleicht eingespielter, Uerdingen ist vielleicht mit besseren Einzelspielern besetzt. Wenn Ailton spielt, würde es mich freuen. Denn welcher Amateur-Fußballer spielt nicht mal gerne gegen so einen namhaften Gegner.”
Für Turus Innenverteidiger Bernd Willems wäre schön, wenn die „eingespieltere Elf” drei Punkte holen könnte, weil dann sein „Abwehr-Spannmann” Weiß am 23. Februar seinen 34. Geburtstag nach dem Training richtig feiern kann. „Wir dürfen uns keinen Kopf über Ailton machen. Die anderen KFCer sind auch gut.” Turu-Boss Heinz Schneider hat einen ganz eigenen Blick auf das Duell mit dem KFC: „Einen solchen Organisations-Aufwand hat selbst das Oberliga-Spitzenspiel gegen RW Oberhausen nicht gefordert”, erklärte der Vorsitzende, dessen Verein aus Sicherheitsgründen im Vorfeld der Partie ganz eng mit der Polizei zusammengearbeitet hat. Das Ergebnis: Geöffnet werden die West- und Süd-Tribüne. Einlass ins Flingerner Stadion ist ab 13.30 Uhr. Sonntag ab 14 Uhr wird der Flinger Broich gesperrt, im Gäste-Bereich herrscht Alkoholverbot und zu den 45 Ordnern, die Turu mit der Hilfe Fortunas stellt, verpflichten die Oberbilker noch weitere 10 Ordnungskräfte einer Sicherheitsfirma.
Der SC West reist nach dem 1:0-Heimsieg mit gestärktem Selbstvertrauen zum SC Kapellen, der mit 24 Punkten fünf Zähler mehr als die Oberkasseler aufweist. West-Coach Carlos Carulla muss weiter auf Torjäger Rene Kägebein (Knie), der erst seit Dienstag wieder trrainiert. Torwart Dominique Clemens ist als Sportlehrer mit seiner Klasse unterwegs, Einsatzmöglichkeiten für die in dieser Woche erkrankten Sven Steinfort (erkältet) und Florian Kreutzer (Grippe) rechnet sich Coach Carulla aus. Auch wieder dabei ist Torwart-Trainer Uwe Roscher, der gestern von einem einwöchigen Dubai-Urlaub heimgekehrt ist.
Am Sonntag Nachmittag hat die Winterpause für den Fußball-Landesligisten SV Wersten 04 ein Ende: Die Grün-Weißen starten mit dem Spiel gegen den VfB Hilden (15 Uhr). Dabei möchte Coach Frank Moeser an die Leistung im Pokalspiel bei der Turu (1:5) anknüpfen: „Das Ergebnis war viel zu hoch. Wir haben dort gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind”, meinte der Trainer, „ich bin fest überzeugt, dass wir drei Punkte holen.”
Fehlen wird Dennis Kronenberg (Muskelfaserriss). „Markus Stolla wird die Libero-Rolle am Sonntag einnehmen”, so Moeser. Auf Kapitän Christian Wunder muss der SVW-Coach nach dessen Roter Karte im Pokal bei Turu bis zum 13. März verzichten. Er ist für (höchstens) vier Spiele gesperrt.
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