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Fußball-Regionalliga

Vucic hatte ein glückliches Händchen

16.08.2009 | 17:22 Uhr

Beim 1:1 gegen Worms zeigte der Fortuna-II-Trainer Mut zum Risiko und wurde mit dem späten Ausgleichstreffer belohnt.

Die Anzeigetafel im Paul-Janes Stadion schrieb die 80. Minute. Fortuna II lag beim Heimdebüt in der Fußball-Regionalliga seit der 6. Minute 0:1 durch einen Treffer von Danijel Gataric gegen Wormatia Worms zurück. Felix Haas hatte dessen Schuss noch unglücklich und unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht. Trainer Goran Vucic signalisierte dem Schiedsrichterassistenten an der Außenlinie mit einer winkenden Handbewegung den Wunsch zum Wechsel.

Rechts neben ihm zog sich ein 19-Jähriger das Trikot mit der Rückennummer 16 über - Aachraf Ouro-Gnaou. Für ihn musste zehn Minuten vor Schluss ausgerechnet der oft unglücklich agierende Abwehrspieler Haas weichen.

Bitter für den Neuzugang von Alemania Aachen II, denn es war sein erstes Spiel für die „Zwote” vor heimischer Kulisse – und nicht das Beste. „Beim Gegentor konnte ich nichts machen. Ich bin aber auch mit meiner Leistung insgesamt nicht zufrieden, weil ich von mir besseres gewohnt bin”, gab sich der 21-Jährige nach dem Spiel etwas enttäuscht.

Mit seiner Auswechslung und der Systemumstellung von zwei auf drei Spitzen bewies Vucic allerdings kurz vor Schluss ein glückliches Händchen: „Wir mussten den Druck erhöhen. Ich habe dann umgestellt und auf Risiko gespielt. Uns blieb ja auch nichts anderes übrig.”

„Geil, vor so einer Kulisse zu spielen”

Und diese Risikobereitschaft sollte am Ende auch belohnt werden. Die Flingerner drückten vor 512 Zuschauern immer mehr auf den Ausgleich, zwangen die Wormser so in die Defensive und kamen durch ein Kopfballtor von Deniz Kadah nach Ecke von Raimund Schmitz zum verdienten Ausgleich. Gerade Kadah, der erst wenige Stunden zuvor erfuhr, dass er nicht für die „Erste” bei Union Berlin, sondern für die „Zwote” gegen Wormatia auflaufen soll.

Kapitän Ben Abelski war froh über die Verstärkung und freut sich über das Ergebnis: „Wir haben zum Schluss alles auf eine Karte gesetzt und wurden dafür belohnt. Wer in der 90. Minute das Tor zum Ausgleich macht, kann auch mit einem Punkt sehr zufrieden sein.”

Mit zwei Punkten aus zwei Regionalligaspielen kann der 26-Jährige gut leben. „Es läuft bisher besser als ich dachte. Das ist aber auch kein Wunder, denn es ist einfach geil vor so einer Kulisse zu spielen. Das gibt jeden Spieler noch einen zusätzlichen Schub”, zog der Offensivspieler die erste Bilanz der noch jungen Regionalligasaison.

Kevin Schwank

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