Vorfreude statt Enttäuschung
09.09.2009 | 18:30 Uhr 2009-09-09T18:30:00+0200
Die HSG hat ihre Auftaktpleite gegen Gummersbach verarbeitet und fiebert dem Heimstart am Samstag gegen GWD Minden entgegen. Der Protest gegen den VfL wurde verworfen.
Zwischen Düsseldorf und dem Oberbergischen glühten die Telefondrähte. Mit Erfolg. Auf Anraten von HBL-Chef Frank Bohmann verwarf HSG-Manager Frank Flatten letztendlich den eingelegten Protest gegen die Wertung der 18:31-Auftaktpleite seiner Handballer gegen Gummersbach, indem er die Frist für eine schriftliche Begründung verstreichen ließ.
„Das Thema ist gegessen”, sagte Flatten nach einem Telefonat mit VfL-Amtskollege Francois-Xavier Houlet, da die HBL unabhänig des Düsseldorfer Protests die Lizenz der Gummersbacher überprüfen werde. VfL-Aufsichtsratschef Claus Horstmann zeigte sich dennoch „entsetzt” und warf Flatten eine „populistische Ausnutzung” der derzeit schwierigen Gummersbacher Finanzisituation vor.
Auf Goran Suton wartete indes eine Menge (Aufbau-)Arbeit. Ob per Videoanalyse, in Einzelgesprächen oder mittels speziell zugeschnittener Trainingsinhalte: Der Übungsleiter der HSG ließ nichts unversucht, den misslungenen Saisonauftakt in der ersten Bundesliga gegen den VfL aufzuarbeiten und die 18:31-Klatsche seinen Handballern aus den Köpfen zu streichen. Mit Erfolg, wie er sagt. Aus der vorherrschenden Enttäuschung habe sich inzwischen eine „Vorfreude auf das erste Heimspiel” entwickelt.
Gegen GWD Minden will der Aufsteiger am Samstag (15 Uhr, Karl-Hohmann-Straße) einiges gerade rücken. „Wir werden erneut voll auf Sieg spielen, auch wenn damit immer das Risiko verbunden ist, auf die Schnauze zu fallen”, bekennt Coach Suton.
Mit Minden erwartet er einen „Gegner auf Augenhöhe” und ist überzeugt, dass seine Mannschaft gegen das Team des ehemaligen Düsseldorfer Urgesteins Richard Ratka die ersten zwei Punkte holt.
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