Von einem Geduldsfaden und sanften „Riesen“
19.12.2011 | 18:53 Uhr 2011-12-19T18:53:00+0100
Düsseldorf. Wie viel Zeit wird Trainer Murat Didin von Basketball-Zweitligist Giants seinem „sanften Riesen“ Sascha Kesselring noch geben? „Er hat ein Gott gegebenes Talent, muss aber deutlich mehr im Training arbeiten“, betonte der 56-jährige Türke bereits vor mehreren Wochen.
Getan hat sich wenig. Der Korbwerfer erhielt beim Sieg gegen Cuxhaven, sowie bei den Pleiten in Paderborn und gegen Jena jeweils eine Bewährungschance. Und versemmelte sie. Viel schlimmer jedoch: Der 26-Jährige zieht sogar seine Teamkollegen im Training mit runter. Wie aus dem Umfeld der Giganten zu hören ist, bemängeln die Korbwerfer die Einstellung ihres Mitspielers.
Während Kapitän Aubrey Reese und seine Mannen nach der blamablen 66:80-Heimniederlage gegen Jena am Samstag schuldbewusst und mit hängenden Köpfen ihre Abschlussrunde liefen, um sich dennoch mit den Fans abzuklatschen, hatte der 2,09-Meter-Mann gar ein Lächeln auf den Lippen.
Wie man die Gesichtszüge deuten sollte, weiß wohl nur Kesselring selbst. Bleibt jedoch die eingangs gestellte Frage nach der Länge des Geduldsfaden von Coach Didin. Der Center selbst scheint sich auf seinen Lorbeeren auszurugen, nachdem er mit Würzburg und zuvor Cuxhaven gleich zwei Zweitligisten zum Bundesliga-Aufstieg geworfen hatte.
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