Unterrath ließ sich nicht abschütteln

Ein packendes Landesliga-Lokalderby lieferte sich die HSG Gerresheim mit der SG Unterrath und durfte sich am Ende über einen glücklichen 31:29-Sieg freuen. „Aufgrund der ersten Hälfte hätte Unterrath den Sieg genauso verdient gehabt“, stellte Gerresheims Trainer Ralf Müller den Gästen hinterher ein erstklassiges Zeugnis aus. Dessen Schützlinge zeigten ungewohnte Schwächen in der Defensive und hatten in Dennis Naunheim einen Keeper im Tor, der ebenfalls nicht an seine sonst gewohnte starke Form anknüpfen konnte. Zudem hatten die Unterrather in Jens Szonn den gefährlichsten Gerresheimer Werfer von Beginn an in Manndeckung genommen und damit anscheinend die richtige Taktik gewählt.

Ein Bruch im Spiel

Gleichwohl war es bis zum 9:8 aus Unterrather Sicht offen geblieben. Danach konnten die Gäste der HSG jedoch mehr und mehr ihr Spiel aufdrängen und setzten sich verdient über 15:10 bis zur Pause auf 20:14 ab. Nachdem sich kurz vor der Halbzeit Sebastian Pyde am Fuß verletzt hat, kam in der zweiten Hälfte ein Bruch ins Spiel der SGU, die nun nicht mehr so druckvoll agierte. Zudem stellte Müller seine Deckung nun defensiver ein und beorderte Tim Siegel für den glücklosen Naunheim zwischen die Pfosten. Dieser lieferte eine überragende Leistung ab. Da auf der anderen Seite Tobias Plümel im Unterrather Angriff jedoch ebenfalls eine makellose Vorstellung bot, blieb die SGU bis zur 40. Minute mit 24:18 noch am Drücker.

Mehr und mehr erspielten sich nun aber die Gerresheimer Vorteile und schafften mit dem Beginn der Schlussphase den Ausgleich zum 27:27. Unterrath konterte anschließend noch einmal auf 28:27 und ließ sich bis zum 29:29 nicht abschütteln.

Auch die HSG Jahn/SC West schrammte bei der HSG Velbert/Heiligenhaus hauchdünn an einer Überraschung vorbei und unterlag dem Tabellendritten denkbar knapp mit 28:29. Dabei waren die Gäste zunächst nur schleppend in die Partie gekommen und hatten mit 1:6 hinten gelegen. In der 18. Minute kamen die Oberkasseler wieder bis auf 8:11 heran und schienen auf dem richtigen Weg zu sein.

Stattdessen schlossen sich jedoch zehn katastrophale Minuten an, in denen die Abstimmung verloren ging und ein Tempogegenstoß nach dem anderen kassiert wurde. Verdient zog deshalb Velbert bis zur Pause wieder auf 19:10 davon. In der Halbzeit schien dann Trainer Markus Wölke die richtigen Worte gefunden zu haben.

Obwohl nur mit drei etatmäßigen Rückraum-Spielern angetreten, die 60 Minuten durchspielen mussten, rollte Jahn/West nun das Feld von hinten auf. Mit 25:26, 26:27 und 27:28 waren die Gäste ganz dicht dran an einem Punktgewinn. Der Ausgleich sollte jedoch nicht gelingen.