TuS Nord jagt jetzt die "Roten Teufel"
19.04.2009 | 14:41 Uhr 2009-04-19T14:41:00+0200Die Unterrather gewannen das erste Play-off-Viertelfinale gegen die RESG Walsum mit 3:2 nach Verlängerung.
Durch den Körper von Timo Ensink schoss eine Extra-Portion Adrenalin. Der Rollhockey-Spieler des TuS Nord schien nicht so recht zu wissen, wohin mit der vielen Energie, die der 3:2 (2:2, 0:0)-Sieg nach Verlängerung gegen seinen Ex-Klub RESG Walsum freigesetzt hatte.
Er rollte zu seinem Torwartkollegen Mathis Dietrich, schlug ihm mehrfach mit der flachen Hand auf den Helm. Dann schloss er Stürmer Markus Frett in die Arme, rollte zu seinem Trainer Hans-Werner Meier, schüttelte Hände, umarmte Kollegen und verbeugte sich vor den Fans. Mit seinen Teamkollegen feierte er den Erfolg beinahe so wie den Gewinn der Meisterschaft. Während die „Roten Teufel” aus Duisburg fassungslos ins Leere starrten und sogar die knapp 30 „Ultras” auf der Tribüne mucksmäuschenstill der Realität ins Auge blickten.
Der TuS Nord hatte das erste Play-off-Viertelfinale gegen die RESG Walsum nicht unverdient gewonnen und hat nun gute Chancen auf den Einzug ins Endspiel. Entweder im zweiten Match am kommenden Samstag in Walsum oder am Sonntag im dritten und letzten Entscheidungsspiel muss nun ein Sieg her.
„Nach der enttäuschenden Vorrunde war die Mannschaft besonders motiviert”, erklärte TuS-Coach Hans-Werner „Alfredo” Meier die gute Leistung.
Vor knapp 250 Zuschauern entwickelte sich in der Halle an der Eckenerstraße eine packende Partie. Walsum hatte in der ersten Hälfte zwar Feldvorteile, viele klare Chancen erarbeiteten sich die Gäste, die von ihren Fans mit drei Pauken und abwechslungsreichen Sprechchören unterstützt wurden, aber nicht. Von den Chancen her war der TuS in der ersten Hälfte sogar im Vorteil. Tore gab es dennoch nicht, weil Stephan Stein (8.) die Latte, Timo Ensink (14.) und Markus Frett (20.) den Pfosten trafen und Stein (24.) einen Sechsmeter verschoss.
Nach dem Seitenwechsel zog Walsum auf 2:0 davon. Philipp Kluge (28.) und Benjamin Nusch (38.) schossen den Ball nach kurzen Antritten knallhart in den Winkel. Der überragend aufgelegte TuS-Keeper Mathis Dietrich war ohne Chance. Die Partie schien entschieden.
Bis TuS-Trainer Meier fünf Minuten vor Spielende die Joker Carsten Beese und Tobias Paczia einwechselte. Beese (46.) verkürzte auf 1:2, sorgte eine Minute später nach Vorarbeit von Paczia für das 2:2 und rettete den TuS in die Verlängerung.
Da hatte Walsum nichts mehr zu melden. Der TuS dominierte und nachdem Markus Frett Paczia in der 57. Minute nach schönem Zuspiel von Paczia den Siegtreffer erzielte, war alles klar. Denn TuS-Keeper Mathis Dietrich parierte noch einen Sechsmeter von Christian Nusch (58.) und hielt damit den Sieg fest.
TuS: Dietrich – Luther, Beckmann, Frett (1), Ensink, Stein, Paczia, Beese (2).
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