TuS fordert Calenberg zur Revanche heraus

Im Spitzenspiel wollen die Düsseldorfer ihre bittere 5:9-Hinspielniederlage ausbügeln.

Düsseldorf. Am ersten Spieltag der Rollhockey-Bundesliga im neuen Jahr reisen die Herren des TuS Nord nach Niedersachsen zum SC Calenberg. Vor Saisonbeginn hatte wohl keiner der Experten damit gerechnet, dass diese Partie das Spitzenspiel der Liga sein würde. Beide Teams wurden eher im unteren Tabellendrittel, wenn nicht sogar im Kampf um den Abstieg erwartet. Daraus ist mittlerweile das Duell zwischen dem Verfolger von Spitzenreiter Herringen und dem Tabellenvierten aus Düsseldorf geworden. Fünf Punkte trennen die Gastgeber von den Grün-Weißen aus Unterrath.

Zusätzliche Spannung

Zusätzliche Spannung bekommt diese Begegnung dadurch, dass der TuS Nord die letzte von zwei Saisonniederlagen ausgerechnet im Hinspiel gegen die Niedersachsen einstecken musste. Dass diese schon über drei Monate zurückliegt, zeigt eindrucksvoll den Aufwärtstrend, den die Mannschaft um Kapitän Andreas Paczia in dieser Spielzeit an den Tag gelegt hat. Der Niederlage in eigener Halle gegen Calenberg ließen die Schützlinge von Trainer Dirk Barnekow eine Serie von acht Begegnungen ohne Niederlage folgen. Mit einem völlig verdienten Unentschieden haben die Düsseldorfer im letzten Spiel des Jahres 2014 zuletzt ihre erste Saisonniederlage gegen das Spitzenteam aus Herringen fast wettgemacht. Jetzt sinnt man beim TuS auf die Revanche für das 5:9 gegen Calenberg im Hinspiel. Damals hatte Trainer Barnekow Stellungsfehler in der Abwehr, mangelhafte Chancenverwertung und zu viele Teamfouls als Ursache für die verlorene Partie ausgemacht. Besonders mächtig ärgerte ihn, dass seine Mannschaft mit 5:4 geführt hatte, und dann durch diese Fehler in den letzten zehn Minuten noch fünf Tore kassierte. „Ich habe jetzt eine andere Mannschaft als damals“, sagt Barnekow selbstbewusst und möchte unbedingt Punkte aus Calenberg mitbringen. Er weiß aber natürlich auch, dass das Spiel beim Bundesliga-Zweiten durch deren Torjäger Milan Brandt eine besonders schwere Aufgabe wird.

Der Vorjahres-Torschützenkönig liegt mit 39 Treffern nun auch wieder mit großem Vorsprung an der Spitze der Torjägerliste. Zwei Drittel der Tore des SC Calenberg gehen damit allein auf sein Konto und machen sein Team zum bislang treffsichersten in der höchsten deutschen Spielklasse. Beim Sieg im Oktober in Düsseldorf hatte er gleich fünf Mal Grund zum Torjubel. „Wir werden uns etwas einfallen lassen, um das zu verhindern“, verspricht Barnekow.