SVW-Emotionen machten Turu den Sieg leicht
14.02.2010 | 18:54 Uhr 2010-02-14T18:54:00+0100
Düsseldorf. Ein „farbiges” Fußball-Kreispokalspiel gab es vor rund 150 frierenden Zuschauern beim 5:1 (3:1)-Heimsieg der Turu über den Landesligisten SV Wersten 04. Allerdings waren die Fans des SVW – und Spieler – nicht zu Unrecht sauer auf Schiedsrichter Oliver Post.
Der großzügig leitendende Garather Unparteiische hatte den Gästen beim Stande von 1:1 nach einem Foul an Christian Lindemann den fälligen Strafstoß verweigert und zuvor ein nach Ansicht der Gäste klares Handspiel im Turu-Strafraum übersehen. Was dazu führte, dass mit zunehmender Spielzeit aufkommende Emotionen die gute Defensiv-Ordnung der Werstener auflösten.
Während sich Post dazu mit als abfällig empfundenen Äußerungen über Wersten Unmut zuzog, war einer seiner mit der Abseitsbestimmung auf Kriegsfuß stehenden Assistenten bemüht, sich ständig mit Turu-Coach Zilles anzulegen und eine Coaching-Zone von rund vier Metern festzulegen, anstatt auf das Spiel zu achten.
Verständlich war der Ärger der SVW-Spieler. Dennoch war es unnötig, dass sich Christian Wunder (72.) wegen lautstarken meckerns die Gelbe und Sekunden später die Rote Karte abholte und ihm Marcel Korte (81., meckern) per Gelb-Roter Karte folgte.
Die Werstener Elf hielt gegen die Platzherren lange gut mit. Und hatte gute Chancen, zwei Tore vorzulegen, ehe Turus Elf wach wurde. Verdient ging der Gast nach einem Missverständnis zwischen Markus Weiß und Torwart Dennis Prostka dank Bülent Öztürks Blitzreaktion per Kopfball in Führung (23.).
Nur eine gute Minute später erkämpfte sich Sebastian Schweers den Ball, umkurvte drei SVW-Abwehrspieler und traf zum 1:1 (25.). Dass Marc Sesterhenn (41.) nach Schweers-Freistoß per Kopf das 2:1 erzielte, spielte der Elf von Trainer Frank Zilles in die Karten und als Miguel Lopez-Torres nach einem Willems-Befreiungsschlag ein Solo aus der eigenen Hälfte zum 3:1-Pausenstand nutzte (45.), war die Partie entschieden.
Kopfballtore von Bernd Willems (50.) und Daniel Rey-Alonso (89.) stellten das Endergebnis her. Turu tritt in Runde vier des Pokal-Wettbewerbes am 31. März beim Sieger der Partie zwischen SV Hösel und DSC 99 an.
Werstens Trainer Frank Moeser: „Turus Sieg ist verdient. Aber zwei Elfmeter hätten wir bekommen müssen.” Turu-Coach Frank Zilles: „Wir hätten höher gewinnen müssen. Wir haben zuviele Konterchancen vergeben.”
Turu: Prostka – Sesterhenn, Willems, Weiß, Ramadani – Kizilaslan (46. Bork), Duran, Rey-Alonso, Schweers (67. Yotla) – Rentmeister (46. Hohmann), Lopez-Torres.
SVW: Krause – Korte, Wunder, Eryilmaz (67. Adomako), Oehme – Sibilski, Martino, Lindemann, Cevat (67. Yasir), Scheulen (73. Schmale) – Öztürk.
Tore: 0:1 (23.) Öztürk, 1:1 (25.) Schweers, 2:1 (41.) Sesterhenn, 3:1 (45.) Lopez-Torres, 4:1 (50.) Willems, 5:1 (89.) Rey-Alonso.
Rote Karte: Wunder (SVW, 72., wg. Meckern); Gelb-Rote Karte: Korte (SVW, 81., Meckern).
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