Süß und Kishikawa sicherten Borussia den 3:1-Sieg
27.09.2009 | 18:32 Uhr 2009-09-27T18:32:00+0200
Düsseldorf. Beim Erfolg über Werder Bremen verlor nur Trinko Keen. Der Niederländer hoffte danach vergeblich auf einen Doppel-Einsatz.
Trinko Keen ist offensichtlich ein super Optimist oder ein ganz großer Pessimist. „Ich spiele noch!”, behauptete der Niederländer am Sonntag Nachmittag trotzig. Da stand es im Match der Deutschen Tischtenis Liga zwischen Borussia und Werder Bremen 1:1. Und als die Düsseldorfer 2:1 führten und Christian Süß im ersten Satz des vierten Spiels gegen Taku Takakiwa 2:6 zurück lag, brachte Keen seinen Schläger zur Kontrolle zum Oberschiedsrichter: „Für gleich”. Dieses gleich gab es aber nicht mehr. Süß sicherte Borussia den 3:1-Sieg und zerstörte damit alle Hoffnungen seines Teamkollegen im Doppel für den entscheidenden Punkt sorgen zu können.
Gut gekämpft,
aber chancenlos
Trinko Keen durfte nicht mehr spielen und musste dadurch gestern mit der Rolle des einzigen Verlierers zufrieden sein, weil der Ex-Bremer im Duell gegen seinen Ex-Teamkollegen Takakiwa zwar gut kämpfte, aber gegen den stark aufspielenden Japaner beim 0:3 keine Chance hatte.
Vor der Partie war Christian Süß von Borussia-Präsident Fritz Wienke und der Fanclub-Vorsitzenden Helga Misterek mit einem Blumenstrauß sowie einem Präsent für die beiden Mannschafts- und Doppeltitel bei der Europameisterschaft in Stuttgart geehrt worden. Teamkollege Timo Boll, der im Einzel zusätzlich noch die Bronzemedaille erkämpft hatte, präsentierte sich den 550 Zuschauern im TT-Zentrum am Staufenplatz nicht. Der Weltranglisten-Dritte, am Freitagabend beim 3:1-Sieg im Champions League-Duell in Grodzisk/Polen zweimal erfolgreich, pausierte vertragsgemäß. Boll ließ sich aber in seiner Gerresheimer Wohnung per E-Mail über den Spielstand informieren. Und musste sich keine großen Sorgen machen, auch wenn jede Partie immer wieder mal hart umkämpft war.
Beispielsweise der dritte Satz im Duell zwischen Süß und dem Schweden Jens Lundquist. Der Borusse lag 6:9 zurück, setzte sich aber doch noch 11:9 durch. Und im vierten Durchgang vergab Süß bei einer 10:7-Führung drei Matchbälle, entschied erst mit 12:10 das Spiel für sich.
Hart umkämpft war auch das 3:1 gegen Takakiwa, nach dessen Happy End sogar NRW-Innenminister Ingo Wolf den Daumen nach oben zeigte. „Christian hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert”, lobte Borussia-Manager Andreas Preuß: „Insgesamt haben wir eine gute Mannschaftsleistung geboten.”
Ein Sonderlob gab es für Seiya Kishikawa. Der zweite Ex-Bremer im Düsseldorfer Team besiegte den Ex-Borussen Lars Hielscher mit 3:0. Preuß: „Kishi zeigt, dass er nicht nur nomineller Ersatz für Dimitrij Ovtcharov ist sondern auch ein vollwertiger.”
Die Ergebnisse: Christian Süß – Jens Lundquist 3:1 (7:11, 11:7, 11:9, 12:10); Trinko Keen – Taku Takakiwa 0:3 (5:11, 9:11, 8:11); Seiya Kishikawa – Lars Hielscher 3:0 (11:9, 11:7, 14:12); Süß – Takakiwa 3:1 (11:13, 11:9, 11:8, 11:4.
Bereits am Mittwoch geht es für die Borussen weiter. Um 19 Uhr kommt Jülich zum DTTL-Duell an den Staufenplatz.
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