Stutenderby wird eine „enge Kiste“

Morgen hat der Düsseldorfer Rennverein mit den „95.German 1000 Guineas“ einen Klassiker zu bieten. Das mit 125 000 Euro dotierte Rennen für dreijährige Stuten ist mit einem Starterfeld von 14 Kandidatinnen hervorragend besetzt . Für die Wetter eine besonders knifflige Aufgabe, denn zu der deutschen Stuten Elite auf der Distanz von 1600 Meter, kommen noch mit Letters Of Note und Terror zwei Vollblüterinnen aus Irland und England angereist. Den „Wettern“, die den richtigen Tipp besonders in den Kombinationswetten auf „Lager“ haben, winken lukrative Wettquoten.

In der Vergangenheit haben sich oft genug so einige Außenseiterinnen den Sieg geschnappt oder sich in die Platzierung gekämpft. Auch bei der diesjährigen Entscheidung des Klassikers könnte das der Fall sein, zumal die favorisierten Stuten mit Bourree, Full Rose und Terror bei der Auslosung ungünstige Ausgangspositionen bei den Startboxen bekommen haben. „Der Rennverlauf kurz nach dem Start kann schon entscheidend für das gesamte Rennen sein. Da muss der Jockey direkt seine Klasse zeigen, sonst kann man früh einpacken“, meint Trainer Andreas Wöhler, der in Ravensberg bei Gütersloh seine Pferde vorbereitet.

Der erfolgsverwöhnte Coach, der derzeit der „Abräumer“ ist, hat mit Full Rose und La Saldana zwei Siegkandidatinnen am Start. Für La Saldana wird der englische Spitzenjockey Harry Bentley eingeflogen, während Full Rose von Jozef Bojko gesteuert wird. Er zählt zur Führungsriege der deutschen Statistik. Full Rose aus dem Besitz von Jaber Abdullah kennt den Grafenberger Kurs schon aus der Westentasche, denn in dieser Saison absolvierte Sie hier schon zwei erfolgreiche Starts. „Wer aber am Ende die Nase vorne hat, lässt sich im Vorfeld kaum sagen, denn das wird bestimmt eine enge Kiste, dazu ist die Gegnerschaft bärenstark“, so Wöhler.

Das Potenzial ist vorhanden

Mit Nymeria hat Albrecht Woeste, Vizepräsident des Düsseldorfer Rennvereins, mit seiner Besitzergemeinschaft „Stall Grafenberg“ eine Hoffnung im Rennen. Die Stute ist eine von drei Starterinnen des Kölner Trainers Waldemar Hickst, der nicht überrascht wäre, Nymeria als Siegerin in Empfang zu nehmen. „Das Potenzial ist vorhanden. Die Stute zählt definitiv zur Jahrgangsspitze“, so der Coach.

Insgesamt umfasst das Rennprogramm neun Prüfungen, wobei der erste Start um 14 Uhr erfolgt. Im Rahmenprogramm ist insbesondere der Grafenberger Trainer Sascha Smrczek gefordert, der neun Pferde an den Start bringt. „Geld werden wir mit Sicherheit verdienen, aber es sollte auch der ein oder andere Sieg dabei sein. Die Vorbereitungen waren gut genug“, meint Smrczek. Auch Trainerkollege Ertürk Kurdu hofft auf einen Erfolg mit seinem Galopper Passeto: „Der Wallach muss nur leider viel Gewicht schleppen. Er sollte aber vorne mitmischen“.

Zum ersten Mal ist die Interessengemeinschaft Königsallee e.V. für diesen Tag Partner und Sponsor des Rennvereins und präsentiert Vertreter der Prachtallee auf dem Hippodrom. Für den Vorsitzenden Peter Wienen ist das erst ein Anfang: „Es passt einfach zusammen. Eine lange Tradition, eine außergewöhnliche Atmosphäre und viele unserer Kunden genießen auch gerne hervorragenden Sport. Wenn die Premiere gut verläuft, sind wir nächstes Jahr bestimmt verstärkt dabei.“