Sieg mit Schockeffekt
22.01.2012 | 21:36 Uhr 2012-01-22T21:36:00+0100
Wie in der Vorwoche beim 103:100-Verlängerungssieg in Nürnberg liefen die Giganten Sonntag Nachmittag in ihren glücksbringenden orangenen „Sonnenschein“-Trikots auf. Aberglaube wird beim Basketball-Zweitligisten groß geschrieben. In der 24. Spielminute gab es am Sonntag jedoch einen Schock: Ausgerechnet Point Guard Aubrey Reese musste verletzt raus.
Doch auch ohne ihren Top-Werfer verwalteten seine Teamkollegen den Vorsprung und fuhren einen 76:62 (36:30)-Erfolg gegen die Saar-Pfalz Braves ein. Mit dem zweiten Sieg in Folge kletterten die Reisholzer auf den sechsten Tabellenplatz. Bitter: 25 Sekunden vor dem Ende zog sich Marin Petric bei einem Zusammenprall einen Nasenbeinbruch zu und fällt zwei bis drei Wochen aus. Nach Spielende kam der 31-Jährige zur Behandlung ins Krankenhaus, am Dienstag soll eine OP folgen.
„Wir haben einen Weg gefunden, unser Potenzial zum Sieg zu bringen. Wir haben wie ein echtes Team gespielt und unser System durchgezogen“, lobte Trainer Murat Didin die geschlossene Teamleistung.
Noch in der vergangenen Woche hatte Aubrey Reese, das Herz des Giants-Teams, mit 43 Treffern seine Ausnahmestellung beim Basketball-Zweitligisten verdeutlicht.
Nach einem Offensivfoul von Braves-Werfer Okorie blieb der Topspieler am Sonntag auf dem Parkett liegen und musste von den Teamärzten in die Kabine gebracht werden. Anschließend saß er mit einem Eisbeutel auf seinem linken Knie auf der Auswechselbank und versuchte seine Kollegen lautstark zu unterstützen. Nach erster Diagnose ist jedoch nichts gerissen.
In einer nervösen Anfangsphase fielen den 1340 Zuschauern gestern zunächst zahlreiche Fehlpässe und Schrittfehler auf beiden Seiten ins Auge. Die Giants mussten auf Sascha Kesselring verzichten (Bronchitis), auch Testspieler Steven Monse stand nicht im Aufgebot.
Mit Flomo fluppte es
Dafür rückte NBBL-Werfer Max Massing ins Team. Doch schon nach fünf Spielminuten sah sich die Mannschaft von Trainer Murat Didin einem 6:13-Rückstand gegenüber. Die Braves zeigten, warum sie im Hinspiel mit 91:85 gegen die Giganten triumphierten.
Erst die Hereinnahme von Center Patrick Flomo 2:48 Minuten vor dem Ende des ersten Viertels brachte die Wende. Von nun an standen die Reisholzer sicherer in der Defensive. Vor allem aber brachte der 2,03-Meter-Riese mehr Kontrolle unter den Körben und sammelte fleißig Rebounds.
Das vor der Saison als führendes „magisches Dreieck“ angepriesene Trio um Aubrey Reese, Rait Keerles und Patrick Flomo verkürzte Punkt um Punkt. Mit einem krachenden Dunk brachte schließlich Flomo die erste Führung nach 11:30 Minuten.
Die Gäste blieben jedoch gefährlich. Nach einem Alley oop von Robert Cardenas, der einen Pass aus der Luft direkt in den Korb stopfte, war die Führung kurzzeitig wieder dahin. Dennoch ging es mit einem 36:30 in die Halbzeit.
Nach der Pause machten die Giganten auch ohne Reese da weiter wo sie aufgehört hatten. Die stark aufspielenden Petric und Philipp Friedel nahmen das Spiel in die Hand und führten das Team zum Erfolg.
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