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Schweers suchte eine Herausforderung

25.09.2009 | 19:30 Uhr

Düsseldorf. Der Mittelfeldkicker will mit der Turu in Viersen gewinnen. Auch West und Wersten wollen punkten.

Es werden Erinnerungen wach: Beim Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Viersen in der zurückliegenden Spielzeit war Sebastian Schweers beim 3:1-Erfolg der Matchwinner: Der Kicker des Fußball-Niederrheinligisten Turu schoss ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Damals streifte er sich allerdings noch das Trikot des Ligarivalen SC West über.

Am Sonntag gibt es in Viersen ein Wiedersehen. Nach dem 0:1 in Wülfrath musste Turu die Tabellenführung an den morgigen Gegner abtreten. Ausgerechnet nach einem 2:1-Erfolg der Rot-Weißen beim SCW. „Ich habe nicht mit meinen ehemaligen Teamkollegen über das Spiel gesprochen”, betont der Mittelfeldspieler.

Der möchte sich am Sonntag aber für die Oberkasseler revanchieren: „Wir müssen gewinnen. Zuletzt haben wir nur einen Punkt aus zwei Spielen geholt.” Trotz der dürftigen Punkteausbeute, keinem eigenen Treffer in den beiden Partien und der laut Schweers „schwachen Leistung in Wülfrath” sieht er keine dramatische Entwicklung: „Wir stecken nicht in einer Krise. Die Truppe hat Qualität!”

Um zurück in die Erfolgsspur zu gelangen, hofft Schweers Sonntag auf eine ähnlich starke Leistung wie bei seiner Galavorstellung mit dem SC West: „Es wird langsam mal wieder Zeit”, meinte der 22-Jährige, „schließlich habe ich zwei Mal hintereinander nicht getroffen.”

Für einen Mittelfeldmann nichts Außergewöhnliches, doch der gebürtige Ratinger stellt hohe Ansprüche an sich selbst. Drei Tore und einige Vorlagen hat er in dieser Saison schon vorzuweisen.

Das reicht ihm aber nicht. Diese Einstellung veranlasste ihn auch zum Wechsel. „Turu wollte die letzte, durchwachsene Saison vergessen machen und oben mitspielen. Ich habe eine neue Herausforderung gesucht”, erzählte Schweers. „Ich wusste auch, dass Turu ordentlich aufrüstet!” Bisher meistert er die anspruchsvolle Aufgabe und setzte sich gegen die starke Konkurrenz bei den Oberbilkern durch.

Die Kehrseite ist beim SC West zu sehen. Nach seinem Weggang ging es mit den Blau-Weißen bergab. Nach Rang sechs in der Vorsaison hat nun der Abstiegskampf begonnen.

„Ich habe immer noch guten Kontakt zum Verein und hoffe, dass sie unten herauskommen!” Mit seinen Toren stünden die Oberkasseler sicher nicht in der Abstiegsregion.

SCW-Trainer Michael Kezmann möchte am Sonntag gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen: „Es müssen drei Punkte her! Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren”, fordert der Übungsleiter. „Wir müssen über den Kampf kommen und versuchen, dem Gegner den Schneid abzukaufen.”

Dabei hat Kezmann zwei Ausfälle zu verkraften. Stürmer Rene Kägebein muss aufgrund einer asthmatischen Bronchitis passen. Verteidiger Nicolai Schörnich zog sich einen Bänderriss im Fuß zu.

Auch Landesligist SV Wersten hofft Sonntag gegen Tuspo Richrath (15 Uhr, Dechenweg) auf einen Sieg. Es wäre der erste dieser Spielzeit. „Ich habe ein gutes Gefühl. Im Training haben sich die Jungs voll reingehängt”, betont Trainer Frank Moeser. Am Dienstag feierte der Übungsleiter seinen 35. Geburtstag: „Drei Punkte wären natürlich ein schönes Geschenk.” Dabei kann er nahezu auf alle Kicker zurückgreifen: Nur Alexander Bockisch fehlt (Rot-Sperre).

Für die Leser der NRZ tippt Sebastian Schweers (Turu) die Ergebnisse der höherklassigen Düsseldorfer Amateurligisten (in Klammern der Redaktionstipp):

SV Waldhof Mannheim – Fortuna II 1:1 (1:2), 1. FC Viersen – Turu Sieg für Turu (1:1), SC West – SV Hönnepel-Niedermörmter 2:1 (1:0), SV Wersten – Tuspo Richrath 1:0 (2:2).

Christian Müller van Ishem

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