Schulte: "Ich habe immer zum Wohle des Vereins gehandelt!"

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Der geschasste Sportvorstand Helmut Schulte bringt für seine Freistellung nur bedingt Verständnis auf. Schulte will sich am Dienstag verabschieden.

Düsseldorf.. Helmut Schulte nahm die Nachricht von seiner Freistellung beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf äußerst gefasst auf, wie er am Montagabend im Gespräch mit der NRZ verriet. „Der Aufsichtsratsvorsitzende Marcel Kronenberg hat mir die Nachricht am Nachmittag mitgeteilt und ich habe ihm in einem vernünftigen Gespräch meine Sicht der Dinge geschildert“, sagt Schulte, für den sich in Fortunas neunköpfigen Kontrollgremium keine Mehrheit fand. Dass in Zeiten des sportlichen Misserfolgs auch sein Fürsprecher, Fortuna-Vorstandschef Dirk Kall, von ihm abgerückt sein soll, wies Schulte zurück: „Unser professionelles Verhältnis ist von den jüngsten Geschehnissen unberührt geblieben.“

Fortunas Ex-Sportchef Schulte: „Ich kenne die Kritik nicht“

Für seine Freistellung bringt Schulte bedingt Verständnis auf. „Ich kann es nachvollziehen, wenn sportlicher Misserfolg in vier Monaten ausreicht, um einen Sportdirektor zu beurteilen“, sagt der 57-Jährige. Von der von Niederlage zu Niederlage wachsenden öffentlichen Kritik an seiner Person will Schulte nichts wissen. „Ich kann dazu nichts sagen, weil ich diese Kritik nicht kenne. Ich habe immer nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Vereins gehandelt und die meisten Entscheidungen gemeinsam im Team getroffen“, sagt Schulte, der sich am Dienstag von der Mannschaft und den Mitarbeitern verabschieden will.