Rochusclub überrascht Ratingen

Was wir bereits wissen
Die Grafenbergerinnen trotzen dem Vizemeister beim 3:3 einen Punkt ab.

Düsseldorf. Das Jahr fängt gut an für die Damen des Rochusclubs. In der Winterhallenrunde der Niederrheinliga knöpften sie dem deutschen Tennis-Vizemeister Ratinger TC GW beim 3:3 einen Punkt ab. „Das war überragend. Es ist super gelaufen. Und es war sogar noch mehr drin“, jubilierte Rochusclub-Trainer Thomas Schäck. Seine Nummer eins, Sina Niketta (deutsche Rangliste 46), verpasste es gegen Olga Brozda, die ehemalige Nummer 281 der Weltrangliste, den Sieg klar zu machen. Niketta führte mit 6:2, und 5:4, musste sich jedoch im Match-Tiebreak 8:10 geschlagen geben. „Sina hätte ich den Sieg gegönnt. Sie hat richtig gut gespielt, aber dann wohl doch zu viel an den möglichen Sieg gedacht“, sagte Schäck.

Vabanquespiel des Ortsnachbarn

Den Punktgewinn hatte der Rochusclub auch dem Vabanquespiel der Ratingerinnen zu verdanken. Der Ortsnachbar hatte eigentlich Tamara Korpatsch (23) als Nummer eins aufgeboten. Doch die spielte für einen Niederrheinliga-Einzeleinsatz zu lange beim Turnier in Marl. Also rückte Brozda an die Spitzenposition, und auch Jutta Bornefeld (194) sowie Sandra Spadzinski mussten eine Position höher antreten. Als Nummer vier musste Bernadette Stibe (499) ran. Die Chance ließ sich der Rochusclub nicht entgehen. Zwar verlor Niketta, doch Vanessa Henke (50), Alice Tesan (103) und Constanze Kürten gewannen und stellten den Zwischenstand auf 3:1.

Das schmeckte den Ratingern gar nicht. Zu ihrem Glück kam Korpatsch zum Doppel rechtzeitig, und Nicola Geuer (35) wurde auch noch telefonisch nach Düsseldorf geordert. So gingen beide Doppel an die Gäste.

„Aber auch diese waren eng. Es ging oft über Einstand. Wir haben gezeigt, dass wir dran sind an den Niederrheinliga-Spitzenteams“, kommentierte der Coach. Durch den unerwarteten Punktgewinn geht die Schäck-Truppe hochmotiviert und optimistisch in die zweite Saisonhälfte.

„Aus den letzten drei Spielen brauchen wir nur noch einen Sieg für den Klassenerhalt, und wir haben schon gegen die beiden Spitzenmannschaften gespielt“, erläuterte Schäck.


Ergebnisse: Niketta – Brozda 6:2, 6:7 8:10; Henke – Bornefeld 6:2, 6:4; Tesan – Spadzinski 6:3, 6:0; Kürten – Stibe 3:6, 6:2, 10:5; Niketta/Tesan – Geuer/Brozda 4:6, 4:6; Henke/Waligura – Korpatsch/Bornefeld 6:7, 4:6.