Rochusclub mit zwei neuen Assen gegen nur acht Gegner

Andy Murray setzte sich gegen den neuen Rochusclub-Tschechen Lukas Rosol (links) in München durch.
Andy Murray setzte sich gegen den neuen Rochusclub-Tschechen Lukas Rosol (links) in München durch.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Tennis-Bundesliga startet nur mit neun Teams. Der bisherige Hauptsponsor der Erfurter, Olaf Waldhoff, erlag einem Herzinfarkt. Der Getränkehändler wollte sich auch in Düsseldorf beim Rochusclub engagieren.

Der Rochusclub startet am 5. Juli mit einem spielfreien Sonntag in die neue Tennis-Bundesliga-Saison. Eigentlich hätte der Erfurter TC Rot-Weiß am Rolander Weg auflaufen sollen. Doch die Thüringer, in den vergangenen Jahren stets unter den besten vier Teams zu finden, mussten ihre Mannschaft aus dem Elitekreis abmelden. Der Grund ist ein trauriger: Olaf Waldhoff, der Chef des gleichnamigen Hauptsponsors, hatte in seinem Haus auf Mallorca einen tödlichen Herzinfarkt erlitten.

Es stellte sich kaum vier Wochen später heraus, dass die Getränke-Firma nicht mehr als Hauptgeldgeber fungieren würde. Dieser Umstand traf dem Vernehmen nach auch den Rochusclub. Offenbar hatte Waldhoff großes Interesse bekundet, die Grafenberger im Bundesliga-Sommer und vielleicht sogar darüber hinaus finanziell zu unterstützen. Was sich nun nicht mehr realisieren lässt.

Acht Gegner

Für die leicht umstrukturierte Mannschaft um Teamchef Detlev Irmler geht es nach der Erfurter Absage erst am 10. Juli los. Erster von nunmehr acht Gegnern ist dann um 11 Uhr der 1.FC Nürnberg. Da mit Erfurt bereits ein Absteiger feststeht, geht es für den Rochusclub in erster Linie darum, nur noch einen weiteren Gegner hinter sich zu lassen. Das Ziel in der Sommersaison ist vorrangig der Klassenerhalt.

Das Team bietet vor den bekannten Top-100-Spaniern Pablo Andujar und Albert Montanes sowie dem Niederländer Igor Sijsling gleich zwei neue Spitzenspieler auf. Der 29-jährige Tscheche Lukas Rosol aus Brünn steht an Position 42 der ATP-Weltrangliste und hat sich in den vergangenen fünf Jahren zu einem zuverlässigen Top-50-Spieler entwickelt. Rosol schlug in der vergangenen Saison für Erfurt auf.

Zweites Ass könnte der Ukrainer Sergiy Stakhovsky sein. Der 29-jährige Rechtshänder aus Kiev wird vom ehemaligen Rochusclub-Franzosen Fabrice Santoro betreut und belegt aktuell Rang 52 des Weltrankings. Stakhovsky kehrt nach drei Jahren Pause in die Bundesliga zurück. 2012 stand er im Kader des ehemaligen Meisters TC Amberg Am Schanzl.

Auf den Positionen sechs bis acht kommen jüngere Schützlinge von Coach Irmler mit Bundesliga-Erfahrung: die Slowaken Jozef Kovalik und Filip Horansky sowie der Ex-Bremerhavener Peter Torebko. Neu im Kader sind der 22-jährige Linkshänder Mats Moraing sowie der erst 20 Jahre junge Kroate Filip Veger. Letzterer entstammt der Jugendarbeit des TC Blau-Weiß Halle.