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2. Basketball-Bundesliga

Reese-Gala mit Liga-Bestwert

15.01.2012 | 23:39 Uhr
Reese-Gala mit Liga-Bestwert

Düsseldorf. Sie können es doch noch. Die Last, die den Korbwerfern der Giants nach 45 nervenaufreibenden Spielminuten von den Schultern fiel, war einige Kilogramm schwer. Nach fünf Niederlagen in Folge feierten die Zweitliga-Basketballer zwei Tage nach der rettenden Nachricht des weiteren Engagements ihres Namenssponsors einen 103:100 (46:45)-Verlängerungserfolg beim Nürnberger BC.

Angeführt von Topspieler Aubrey Reese, der zuletzt auf Grund egoistischer und selbstgefälliger Aktionen in der Kritik stand. Gegen den NBC gab der US-Amerikaner mit 43 Punkten die passende Antwort – neue Pro-A-Saisonbestleistung. Kein Werfer zuvor erzielte über 40 Zähler.

Erstmals in dieser Spielzeit liefen die Reisholzer zudem in den orangefarbenen Auswärtstrikots auf. Und der Jersey-Wechsel verfehlte seine Wirkung nicht. „Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen und die jungen Spieler haben großes Herz gezeigt. Alle wollten unbedingt gewinnen. Ich wünschte, unsere Fans hätten dieses Spiel gesehen. Jetzt können wir nachträglich Weihnachten feiern“, betonte Trainer Murat Didin überschwänglich.

In Verlängerung gerettet

Mit einem Dreier neun Sekunden vor der Schlusssirene durch Ryan De Michael hatten sich die Hausherren nach 40 Spielminuten zunächst noch in die Verlängerung gerettet. Denn ausgerechnet Topscorer Aubrey Reese vergab mit dem letzten Wurf einen möglichen Sieg in der regulären Spielzeit.

In der fünfminütigen Verlängerung kehrten dann zunächst die altbekannten Fehler zurück. Mit drei von insgesamt sieben Ballverlusten durch Flomo, Friedel und Reese gerieten die Giganten in der Overtime schnell mit sieben Zählern in Rückstand. Am Ende hielt das Team von Trainer Murat Didin jedoch besser die Nerven im Zaum und zeigte den unbedingten Siegeswillen.

Die „Riesen“ vom Rhein mussten in ihrem wichtigen Match bei den Franken auf Point Guard Marin Petric (Virusinfektion) und auf Forward Quadre Lollis (Rückenprobleme) verzichten. Rait Keerles und Marc Liyanage übernahmen die Verantwortung bei Abwesenheit der Kollegen und versenkten gleich ihre ersten Drei-Punkte-Würfe im Nürnberger Ring. Aber auch die Gastgeber zeigten sich bei ihren Würfen jenseits der 6,75-Meter-Linie gut aufgelegt. Im zweiten Viertel ging es rauf und runter. Erst lagen die Giganten mit sieben Punkten hinten, dann plötzlich mit zehn in Front. An dem Hoch der Giants hatte vor allem der stark aufspielende Max Brauer einen großen Anteil. Der Flügelspieler markierte acht Punkte in Serie.

Nach hartem Kampf im dritten Viertel spürten die Reisholzer mit vier Zählern Vorsprung die reelle Chance, nach der Niederlagenserie endlich die Wende zu packen. Nur eine kurze Schwächephase erzwang die Verlängerung.

Mareike Scheer

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