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Prestige-Sieg verleiht zu trügerischem Glanz

18.05.2008 | 20:38 Uhr

FOOTBALL. Zweitligist Langenfeld Longhorns holte die Düsseldorf Panther im Lokalderby vom Thron und führt wieder die "schiefe" Tabelle an - 28:8.

LANGENFELD. Den Zweitliga-Footballern der Langenfeld Longhorns sei gedankt ! Nach deren 28:8(8:8)-Sieg über den bis dahin ungeschlagenen Lokalrivalen Düsseldorf Panther ist der Kampf um den Titel wieder spannender: Sechs Mannschaften dürfen in der ausgeglichenen Liga nun wieder guter Hoffnung sein - und dazu gehören auch die Langhörner, die trotz ihrer zwei Niederlagen wieder die Tabelle anführen.

Vor fast 700 Fans rafften sich die Hausherren im Prestige geladenen Derby zu der nach der Lübecker Pleite notwendigen Leistungs-Steigerung auf. Unter der Oberobhut des wieder genesenen Abwehrchefs Aaron Brown ließ die Longhorns-Defense nach einem von dem Panther-Kicker Markus de Haer versiebten 21-yard-Field-Goal-Versuch nur einen Sechser (1-yard-Lauf von Fabian Schorn) und einen "Zweier" (Conversion durch Mathias Baumbach) zum 8:8-Pausenstand zu.

Viel mehr "Spielraum" hatten die Langenfelder, die durch einen 1-yard Lauf von Rick Webster und eine Zwei-Punkt-Conversion von Lukas Gennrich auf Christian Richter mit 8:0 in Führung gegangen waren, in der ersten Halbzeit auch nicht.

Aber das sollte sich im zweiten Abschnitt grundlegend ändern. Mit einem tollen 19-yard-Lauf zum 14:8 verewigte sich Nico Hecker in der Scorerliste. Danach bekamen die Langenfelder Oberwassser.

Daniel Berg lief dem Primus den Rang ab

Trotzdem mussten sich ihre Fans in Geduld üben: Erst nach einem von Mark Finkenrath gesicherten Fumble lief Daniel Berg den Panthern den Rang ab: Nach seinem 8-yard-Sprint und einem Kick von Tim Issig zum 21:8 wurden die Kätzchen handzahm: Aus einer Interception von Bastian Hensel konnten die Longhorns zunächst zwar noch kein Kaptial schlagen. Aber nach einem erahnten Punt-Fake gab Daniel Berg den Raubtieren mit einem 20-yard-Lauf zum 27:8 den Rest. Der Punkt zum 28:8-Endstand ging auf das Konto von Kicker Tim Issig.

Die Freude über den DerbySieg war riesig und der erste Blick auf die Tabelle rosig. Erst bei genauer Betrachtung wird deutlich, dass die Panther, die Cardinals und die Cougars erst einmal verloren haben . . .

THOMAS POLLOK

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