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Pleite gegen Ochsenhausen und Bangen um Boll

18.11.2011 | 23:09 Uhr
Pleite gegen Ochsenhausen und Bangen um Boll
Danny Heister hätte sich notgedrungen selbst beschenken können - an seinem 40. Geburtstag unterlag der Niederländer seinem Gegenspieler aber glatt in drei Sätzen. Foto: Lars Heidrich

Der Düsseldorfer Spitzenspieler muss wegen Fiebers passen und droht auch am Montag im Champions-League-Spiel bei Niederösterreich auszufallen. Ohne Boll gibt’s eine 2:3-Pleite gegen den großen Rivalen.

Danny Heister hatte Freitagabend eigentlich nur vor, ganz entspannt seinen 40. Geburtstag zu feiern. Dass der Coach von Borussia Düsseldorf vor der Party im Ristorante La Fenice noch selbst im Bundesligaspiel gegen die TTF Ochsenhausen an die Tischtennisplatte musste, war ursprünglich nicht geplant. Heister trat aber an, weil Borussias Spitzenspieler Timo Boll seine Tasche wieder packte und mit Fieber nach Hause fuhr. Ohne Boll unterlagen Heister und seine Teamkollegen Patrick Baum sowie János Jakab dem großen Rivalen nach einem harten Kampf knapp mit 2:3.

Ein heftiger Infekt legte Boll lahm. Und so machte sich Borussia-Präsident und Mannschaftsarzt Fritz Winke gar Sorgen um den Einsatz des 30-Jährigen am Montag in der Champions League bei SVS Niederösterreich. Die trübe Aussicht: „Es sieht eng aus.“

Drei Tage nach dem mühevollen 3:2-Sieg beim TTC Ruhrstadt Herne lieferten sich die Borussia und ihr Dauerrivale ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Baum gab gegen Kirill Skachkov zwar einen Satz ab, brachte die Düsseldorfer aber souverän in Führung. Eine ebenso klare Angelegenheit war Tiago Apolonias 3:1-Erfolg über János Jakab. Für den Ungarn war es nur kleiner Trost, die schönsten Ballwechsel allesamt für sich entschieden zu haben. „Wir sind im Soll“, war Teammanager Andreas Preuß zu diesem Zeitpunkt zufrieden.

Danny Heisters Geburtstagsauftritt war dann schnell beendet – drei glatt verlorene Sätze gegen Andrej Gacina setzten die Gastgeber unter Zugzwang. Patrick Baum hielt dem Druck aber Stand und gewann bei seinem vielleicht besten Saisoneinsatz klar mit 3:1 gegen Apolonia. Im entscheidenden fünften Spiel setzte János Jakab alles daran, dass die anschließende Party noch feucht-fröhlich werden konnte. Nach großem Kampf mussten er und das Team sich aber mit 2:3 geschlagen geben. „Die Mannschaft hat alles gegeben“, meinte Geschäftsführer Josef Pörsch.

Joachim Breitbach

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