Peter Schliecker bringt die Torhüter auf Kurs

Das Handy von Peter Schliecker ist im Prinzip nie ausgeschaltet, auch in der Nacht nicht. „Ich bin eigentlich jederzeit für meine Jungs erreichbar“, betont der 46-Jährige.

Mit den „Jungs“ meint der Torwarttrainer von Fortunas Nachwuchsabteilung seine Schützlinge aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft der Flingerner. Zweimal wöchentlich trimmt der gelernte Maurer die hoffnungsvollen Torhüter-Talente der Rot-Weißen auf dem Trainingsgelände an der Stockumer Arena und feilt mit ihnen an ihren Stärken und Schwächen. Alle Beteiligten verfolgen dabei das gleiche Ziel. „Ich möchte einen jungen, talentierten Torhüter in den Profibereich führen“, erklärt Schliecker.

Dies ist ihm bereits gelungen. Mit Robin Heller steht schon einer von Schlieckers Lehrlingen in Fortunas Profi-Kader. Der 20-jährige Heller wartet allerdings noch auf sein Zweitliga-Debüt bei Cheftrainer Oliver Reck und kommt vornehmlich bei der „Zwoten“ in der Regionalliga zum Einsatz.

Bärenstarker Eindruck

Dort spielt seit dieser Saison auch Michael Kampmann. Der ehemalige A-Junior durfte bislang zweimal in der vierthöchsten Spielklasse ran und hinterließ bei seinen Auftritten jeweils einen bärenstarken Eindruck.

Ohnehin kann Schliecker mit einer bemerkenswerten Bilanz aufwarten: Seit Juli 2008 hat der ehemalige Keeper des Garather SV und des VfL Benrath insgesamt 15 Torhüter unter seinen Fittichen gehabt, fünf von ihnen spielen heute in der Regionalliga und immerhin sechs in der starken Oberliga Niederrhein. Aktuell betreut er in der U19 die beiden 18-jährigen Fabian Matschnigg und Tim Wiesner. Vor allem Letzteren sieht Schliecker „auf einen guten Weg“ in Richtung Profibereich.

Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Zunächst geht es für die A-Junioren darum, in der Bundesliga zu bleiben. Als Tabellensiebter hat das Team von Coach Sinisa Suker noch alle Trümpfe selber in der Hand. Seit mehr als sechs Jahren arbeiten Suker und Schlieker zusammen.

In dieser Zeit hat sich eine echte Freundschaft und eine große Vertrauensbasis zwischen den beiden fußballverrückten Männern entwickelt. „Sinne hat mich immer gefördert“, berichtet Schliecker, der gleich in seiner ersten Saison mit Suker die Rückkehr in die Bundesliga und den Gewinn des Niederrheinpokals feierte.

Gewinn des U-19-Cups

Im Jahr 2012 folgte zudem der erstmalige Gewinn des prestigeträchtigen U19-Cups – mit einem starken Fortuna-Keeper zwischen den Pfosten. Dafür hat sich die ständige Erreichbarkeit bislang auf jeden Fall gelohnt.