Panther müssen sich in Offensive steigern

Geduld ist bei den Fans der Panther in dieser Saison gefragt. Nach der vergangenen Spielzeit, in der die Düsseldorfer Footballer nur Niederlagen in der GFL einstecken mussten, begann dieses Jahr mit einem Heimsieg gegen die Berlin Adler verheißungsvoll. Doch schon schnell stellte sich heraus, dass die krisengeschüttelten Adler aus der Bundeshauptstadt zu diesem Zeitpunkt kein richtiger Gradmesser waren.

Danach folgten für den Traditionsverein sechs zum großen Teil deftige Niederlagen. Doch zuletzt wurden die vom neuen Cheftrainer Marc Ellgering gebetsmühlenartig versprochenen Fortschritte langsam deutlicher. „Es sind manchmal nur kleine Verbesserungen, aber auch die bringen uns voran“, sagt Ellgering zur Leistungssteigerung nach der relativ knappen Heimspiel-Pleite vor einer Woche gegen die Rebels aus Berlin. Die von Defense-Koordinator Jörg Mackenthun hervorragend eingestellte Abwehr ließ nur 24 Punkte zu, abgesehen vom Auftaktsieg ihr zweitbestes Ergebnis in diesem Jahr.

Erst 33 Zähler erzielt

Das Sorgenkind bleibt der Angriff. Bei den sechs Niederlagen erzielte die von Manuel Engelmann angeführte Offense gerade einmal 33 Zähler. „Wir haben den Ball ganz gut bewegt, aber uns fehlte der ,Killer-Touch’, also der unbedingte Wille, in die Endzone zu kommen“, kommentiert Ellgering die mageren drei Punkte aus der Rebels-Partie.

Gegen die Kiel Baltic Hurricanes (heute, 17 Uhr, Stadion an der Karl-Hohmann-Straße) wird es kaum einfacher werden, zu Punkten zu kommen. Gegen das Team von der Ostsee wartet auf die Angreifer der Panther mit Ryan Newell ein exzellenter Abwehrspieler. Der Linebacker war in den vergangenen drei Jahren der erfolgreichste Verteidiger in den beiden GLF-Ligen. Allein im Spieljahr 2014 brachte er die balltragenden Gegner 190 Mal zu Fall.

Vielleicht liegt deshalb ein Schlüssel zu einem respektablen Resultat gegen die Hurricanes im Passspiel. Die bisherigen Passempfänger Moritz Petzold und Yannik Baumgärtner haben in dem 23-jährigen Sofien Okba, der früher für die Bishop University in Kanada gespielt hat, unter der Woche einen Partner bekommen. Über ihn sagt Trainer Steve Tang: „Er ist groß, athletisch und schnell und erfüllt so alle Voraussetzungen, ein guter Passempfänger zu sein.“

Derweil wollen die Landeshauptstädter im heutigen Heimspiel zudem ein Zeichen an die Jugend senden. Bereits seit vielen Jahren gilt die Nachwuchsarbeit der Panther als vorbildlich. Aus dem Grund wollen die Verantwortlichen der Panther den Schülern den American Football näherbringen. Organisiert von den Panther Urgesteinen Raphael Llanos-Farfan und Boris Marshall findet heute (ab 15 Uhr) der diesjährige Schools Day statt. Schüler aus den 50 Düsseldorfer Kooperations-Schulen der Panther werden durch den offiziellen Spielertunnel auflaufen und den Zuschauern ihre speziellen Aufwärmübungen vorführen. Darüber hinaus wartet auf die Jugendlichen ein Football-Erlebnispark. Der Eintritt zum Schools Day und zum Heimspiel gegen Kiel ist gegen Vorlage eines Schülerausweises frei.