One-Way-Ticket ins Giants-Glück
27.07.2011 | 18:59 Uhr 2011-07-27T18:59:00+0200
Düsseldorf. Auf einem Basketballspieler ruhen die Hoffnungen der Fans des Zweitligisten Giants. Aubrey Reese soll die Giganten nach nur einem Jahr zurück in die Bundesliga werfen. Der 32-jährige US-Amerikaner ist mittlerweile in Düsseldorf gelandet und wird morgen Nachmittag im Breidenbacher Hof seine Unterschrift unter den Vertrag setzen.
Ein weiterer Korbwerfer hat diesen Schritt bereits vollzogen. Nicholas Pederson wechselte von der St. Stanislaus University aus Kalifornien an den Rhein. „Am zwöften Juli bin ich mit einem One-Way-Ticket nach Köln zum Eurobasket-Camp geflogen, um mein Glück in Europa zu finden“, betont der Shooting Guard. Dort sprach Giants-Trainer Murat Didin den 26-Jährigen an. Da hatte der 2,03 Meter große „Riese“ unverhofft schnell sein Glück gefunden.
„Meine College-Mannschaft besaß keinen Teamgeist. Jeder hat nur für sich gespielt und auf seine Punkte geschaut. Egal, ob wir verloren oder gewonnen haben. Das hat mich schon sehr gestört. Das One-Way-Ticket war ein Risiko, aber das war es mir wert“, so Pederson weiter. „Ich wusste, das ist meine Chance!“
Vor drei Jahren machte der 98-Kilogramm-Mann seinen Abschluss in Gesundheitswesen. Nicholas Pederson ist der Älteste von vier Geschwistern. Seine 22-jährige Schwester Chelsey ist ebenfalls sportlich begabt. Sie spielt im Collegeteam von Miami Fußball. Da verwundert es nicht, dass „der große Bruder“ auch ein Fußball-Fan ist und sich Spiele der Fortuna ansehen möchte.
Über sich selbst spricht der zurückhaltende Korbwerfer nicht gern: „Ich lasse lieber Taten sprechen. Ich bin das erste Mal in Europa. Aber das ist einfach mein Traum und meine Leidenschaft, professionelles Basketball zu spielen.“
Heimweh hat der 26-Jährige schon. „Meine Mutter und Chelsey werden mich in ein paar Wochen aber besuchen.“ Bis dahin erkundet der Neu-Düsseldorfer die Stadt allein. Und zu Fuß. Noch hat der Werfer keinen Führerschein, will diesen aber nachholen. Und auch einen Deutsch-Kurs will der Neu-Gigant besuchen. Dennoch zählt für Pederson nur eins: Der Aufstieg mit seinem Team!
0mitdiskutieren