Ohne Stammtorhüterin zum Sieg

Mit 34:25 fuhren die Handballerinnen der Fortuna als Spitzenreiter der Oberliga einen standesgemäßen Sieg gegen den Tabellenzwölften Mettmann Sport ein, obwohl sie auf ihre weiterhin erkrankte Stammtorhüterin Alexandra Grientela verzichten mussten. Vanessa Verhelst und Lena Kubitscheck aus der in der Landesliga spielenden zweiten Mannschaft erwiesen sich jedoch zwischen den Pfosten als ebenbürtige Vertreterinnen. Dadurch konnten die Gastgeberinnen ihre lupenreine Bilanz auf 38:0 Punkte ausbauen.

Komfortabler Vorsprung

Neun Spieltage vor dem Saisonfinale haben sie nach wie vor einen Vorsprung von sechs Punkten zum ersten Verfolger TV Aldekerk und können beruhigt in die Karnevalspause gehen. Danach geht es dann mit dem Gastspiel beim Tabellenneunten SG Überruhr weiter.

Zu Beginn der Partie hatte sich gegen das junge Gäste-Team ein offener Schlagabtausch entwickelt. Über 6:7, 9:9 und 13:13 waren die Mettmannerinnen den Gastgeberinnen auf den Fersen geblieben und mit dem Treffer zum 14:14 dann allerdings zum letzten Mal in der Partie zum Ausgleich gekommen.

Während der Ball im Angriff der Fortuna durchaus rund lief, hakte es zunächst in der Deckung, die sich erst finden musste, da Judith Berger kurz vor der Begegnung erkrankt absagen musste. Für sie rückte Vera Kraft in den Innenblock, die zuletzt nur wenige Spielanteile bekommen hatte. Mit zunehmender Spieldauer wurde sie in der Abwehr immer stärker und zeigte unterm Strich eine blitzsaubere Leistung. Dies galt auch für Lena Otto, die im rechten Rückraum nicht zu stoppen war, sich immer wieder durch die Lücken tankte und im ersten Durchgang sechs ihrer insgesamt acht Treffer erzielte.

Nach einem 14:16-Rückstand zur Pause war Mettmann noch bis zur 38. Minute mit 17:21 auf Tuchfühlung geblieben. Anschließend bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung konsequent weiter aus, spielten hochkonzentriert und gaben sich bis zum Schlusspfiff keine Blöße mehr, obwohl der Widerstand der Mettmannerinnen über 60 Minuten nicht erlahmte.

Entsprechend zufrieden war hinterher Fortuna-Trainerin Heike Stanowski mit ihren Schützlingen: „Ich freue mich besonders, dass wir nach zuletzt einigen nicht so guten Partien unseren Stil zurückgefunden und ein schönes, unverkrampftes Spiel gezeigt haben.“