Österreich steht hoch im Kurs – über 90 Teams zu Gast

Nicht nur bei der Fortuna steht Österreich hoch im Kurs, wenn es darum geht, sich den Feinschliff für die Saison zu holen. Über 90-Profi-Mannschaften aus 21 Ländern verwandeln die Alpenrepublik im Sommer zu einem Mekka für Fußball-Touristen.

Alleine aus dem deutschen Oberhaus bereitet sich über die Hälfte aller Teams in Österreich vor, darunter Größen wie Schalke 04. Die Königsblauen haben sich in Velden am Wörthersee niedergelassen. Eintracht Frankfurt zieht es wie den 1. FC Köln gleich zweimal über die Landesgrenze. Die Hessen von Trainer-Rückkehrer Armin Veh sind zunächst noch bis zum 11. Juli Gast in Neustift-Milders, ehe es vom 18. bis zum 26. Juli in Windischgarsten noch einmal zur Sache geht.

Kritischer Blick auf Trendwende

Auch Fortunas Konkurrenten aus der 2. Liga schwören auf die Trainingsbedingungen im Nachbarland. So auch beispielsweise die Spielvereinigung Greuther Fürth. Der Ex-Klub von Fortunas Cheftrainer Frank Kramer und Sportdirektor Rachid Azzouzi brach gestern nach einem gemeinsamen Frühstück am Ronhof mit 28 Spielern an Bord ins rund 330 Kilometer entfernte Saalfelden auf. Ebenfalls gestern bezogen die Münchener Löwen ihr Trainingslager in Bad Häring in Saalfelden.

In Österreich schaut man dennoch kritisch auf eine Trendwende. Zumindest was die internationalen Spitzenklubs angeht, die immer mehr zu finanziell lukrativeren Touren in Übersee tendieren. AS Rom und FC Arsenal beispielsweise waren zehn Jahre lang Stammgast in der Steiermark. In diesem Jahr zieht es die Italiener nach Australien, während es für die „Gunners“ nach Singapur geht.

An prominenten Vereinsnamen mangelt es der Alpenrepublik dennoch nicht. So schlägt beispielsweise der französische Meister Paris Saint Germain mit Superstar Zlatan Ibrahimovic noch bis zum 12. Juli seine Zelte in Stegersbach im Burgenland auf.

Hotel musste evakuiert werden

Einen Schockmoment mussten hingegen Spieler und Verantwortliche von Ajax Amsterdam überstehen. Das Mannschaftshotel des niederländischen Rekordmeisters, der noch bis Donnerstag in Neustift im Stubaital trainiert, wurde am ersten Abend evakuiert. Der Dachstuhl des Nachbargebäudes hatte Feuer gefangen. Die Spieler befanden sich zu diesem Zeitpunkt beim Training.