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Rollhockey

Nur noch vier

06.02.2009 | 16:53 Uhr

Tus-Herren gehen die Spieler aus. TuS-Damen müssen nach Herten, TuS II erwartet Darmstadt im Pokal.

Hans-Werner Meier muss derzeit all seine medizinischen Kenntnisse hervor kramen. Bei der Vorbereitung auf das Rollhockey-Bundesliga-Spiel beim RSC Darmstadt ist der Trainer des TuS Nord bei seiner Diagnose sogar auf äußere Eindrücke wie die Gesichtsfarbe angewiesen. Bei ersten Anzeichen einer Erkältung, schickt der Coach Spieler nach Hause. Denn weitere Ausfälle kann sich „Alfredo” Meier vor der Partie am Samstag nicht leisten.

„Jonas Pink, Stephan Stein, Andre Beckmann und Tobias Paczia sahen ganz gesund aus”, sagt Meier, „ich hoffe, das bleibt so.” Denn vier Feldspieler braucht eine Rollhockey-Mannschaft mindestens. Viel mehr wird Meier aber kaum nach Darmstadt mitnehmen können.

Markus Frett und Mathis Dietrich sind krankgeschrieben, Tim Scheulen hat Schmerzen am Schienbein, Tim Barnekow ist auf Klassenfahrt, Gilles Pascher muss zur Uni und Neuzugang Timo Ensink (Walsum) ist wie berichtet erst ab dem 12. Februar spielberechtigt. Vielleicht kann noch Mateus Luther eingesetzt werden, der allerdings unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht trainieren konnte. „Die Voraussetzungen sind nicht gut”, weiß Trainer Meier , „aber wir müssen das Beste draus machen.”

Der RSC steht in der Tabelle schließlich hinter den Unterrathern. Und die Personalsituation ist nicht neu. „Seit November können wir nicht vollständig trainieren”, klagt Meier, „ständig erkältet sich jemand in der kalten Halle.”

Damen müssen doppelt ran

Maren van der Fels muss morgen Prioritäten setzen. Normalerweise spielt die 17-Jährige in zwei Teams des TuS Nord Rollhockey. Im Tor der Bundesliga-Damen und auf dem Feld bei der Regionalliga-Zweitvertretung. Am Sonntag kann sie nur einmal auflaufen. Denn die Bundesliga-Damen wollen bei der Rspvgg Herten die Tabellenspitze verteidigen (15 Uhr). Die Zweitvertretung kämpft im DRIV-Pokal gegen Zweitligist RSC Darmstadt um den Achtelfinaleinzug (15.30 Uhr).

„Maren steht bei uns im Tor”, hat Bundesliga-Coach Sebastian Müller entschieden, der dafür auf Ersatzkeeperin Birgit Achtermann verzichtet, die in der „Zwoten” auflaufen wird. „Wir lassen uns überraschen, wer im Pokal spielen kann”, sagt Reserve-Trainer Dirk Barnekow, „zur Not stellt sich Bärbel Paczia in den Kasten.” Die TuS-Sprecherin war schließlich mehr als zehn Jahre Bundesliga-Torfrau. (P. K.)

Piet Keusen

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