NRZ-Klartext: Fortuna in Mode
09.09.2011 | 07:00 Uhr 2011-09-09T07:00:00+0200
Fortuna ist in Mode. Seit mindestens drei Jahren schon. Das ist nicht zynisch gemeint. Die Zweitliga-Kicker nebst Führungscrew sind spätestens mit der Rückkehr in die deutschen Top 36 in den allgemeinen Fußball-(Fernseh-)Hype eingetaucht. Und der geht über vergängliche Modeerscheinungen hinaus.
Sportlicher Erfolg, TV-Präsenz und eine schöne Arena locken erstaunliche Zuschauerzahlen wie seit den 70-er Jahren nicht. Das breit(er)e Fortuna-Interesse zieht neue Sponsoren an. Was Schuldenabbau, Investitionen in Sport und Infrastruktur stark forciert.
Der Verein gilt auch deshalb als Paradebeispiel für die skizzierte Positivspirale, weil man besonnen, klug und, zugegeben, mit erheblicher Stadt-Hilfe seit einigen Jahren wirtschaftet.
Das war nach dem Bundesliga-Abstieg 1997 lange völlig anders. Und endete in Liga vier. Mit zwischenzeitlich achtstelliger Schuldenhöhe. Jetzt arbeitet man auf die Null beim Vereinsvermögen hin. Eine bessere Nachricht könnte nur noch der sportliche Aufstieg in die Bundesliga sein.
Übrigens: Dass die Fernsehmacher als mächtige Etatsäule (nicht nur bei Fortuna) anderen Sportarten attraktive TV-Grundlagen so gut wie entzogen haben, steht auf einem gesonderten Blatt. Und ist, bei aller Fortuna-Wertschätzung, weiterhin schlicht zu kritisieren.
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