Neuzugänge sind Kracher
02.04.2009 | 15:00 Uhr 2009-04-02T15:00:00+0200Football-Zweitligist Langenfeld Longhorns übt sich vor dem Saisonstart in Bescheidenheit
Langenfeld. Das erste Testspiel gegen die Mavericks aus Mönchengladbach (28:14) haben die Zweitliga-Footballer der Langenfeld Longhorns erfolgreich hinter sich gebracht. Das erste Meisterschaftsspiel lässt nicht mehr lange auf sich warten: Am Samstag, dem 25. April, gastiert das Team von Chef-Trainer DJ Anderson bei den Berlin Rebels - und dort wird sich zeigen, wo die Reise in dieser Saison hingeht . . .
Denn die Langenfelder, die in den letzten Jahren stets vorne zu finden waren haben die Karten neu gemischt: Der Abgang von Nationalspieler Daniel Berg, der sich dem Erstligisten Essen angeschlossen hat, war tränenreich. Aaron Brown, der Kopf der Defense, will pausieren, wird zur Zeit aber noch von DJ Anderson „bearbeitet”. Mit Marvin Piel, der seine Zelte bei den Osnabrück Tigers aufgeschlagen hat, sowie Tobias Lingohr, der sich wegen einer Verletzung in den Trainerstab „zurückgezogen” hat, und Lukas Gennrich, der aus beruflichen Gründen kürzer tritt, stehen drei weitere Ex-Spieler nicht mehr zur Verfügung.
Dafür haben die Langenfelder sage und schreibe 17 Neuzugänge an Land gezogen. In die Fußstapfen von Quarterback Rick Webster tritt der erst 21 Jahre alte Garrett Collins. Viel erwarten die Coaches von Neuzuang Roman Solovij, der zuletzt - ebenso wie der Linebacker Jochen Peters - für die Cologne Falcons spielte, und Michael Germann, der im Vorjahr das Trikot des Zweitligisten Kaiserslautern trug. Mit den Ex-Panthern Roger Wittke und Julian Grashoff kamen zwei Junioren-Nationalspieler nach Langenfeld. „Eigentlich sind alle Neuzugänge richtige Kracher”, geizt Trainer DJ Anderson nicht mit Vorschuss-Lorbeeren.
Dennoch übt er sich in Bescheidenheit: „Wenn wir jeden Gegner wenigstens einmal schlagen und am Ende in der oberen Tabellenhälfte landen, dann bin ich zufrieden.” Natürlich denkt er auch weiter: „Nach einem Lehrjahr werden wir dann richtig angreifen.”
Das hört Longhorns-Vorsitzende Heiko Rudolph natürlich gerne. Wenngleich ihm dabei nicht ganz wohl in seiner Haut ist. „Uns wurde nach dem Rückzug der Hamburg Blue Devils und dem Verzicht der Cologne Falcons am vergangenen Montag der Aufstieg in die 1. Bundesliga angeboten, aber wir haben dankend abgelehnt.” Denn dazu fehlt den Longhonrs schlichtweg das nötige Geld - rund 60.000 Euro . . .
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