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Nach 15 erfolgreichen Jahren droht Rochusclub eine Zittersaison

27.06.2012 | 19:00 Uhr
Nach 15 erfolgreichen Jahren droht Rochusclub eine Zittersaison

Düsseldorf. Rochusclub-Teamchef Detlev Irmler spart, wo er nur kann. Mit seinem Mobiltelefon beispielsweise spricht der immerhin schon 71-jährige Tennisprofitrainer nicht mehr mit seinen Bundesliga-Spielern. Alles läuft, kostenlos wohlgemerkt, per Tastendruckerei via „what’s app“. Einem Anbieter, über den man, ähnlich wie eine normale E-Mail, kommunizieren kann. „Da kommen im Monat einige hundert Euro an Einsparnis bei mir zusammen“, sagt Irmler. Ob sich dadurch die Finanzen der Grafenberger während der am Sonntag (11 Uhr, Jahnstraße) bei TC Blau-Weiß Neuss startenden Sommersaison verbessern?

Nach dem (Teil-)Ausstieg von Hauptsponsor AirBerlin und einiger am Flugunternehmen hängender Co-Gönner wie Jahn-Reisen zählt der Rochusclub auf dem Papier zu den Abstiegskandidaten. Erstmals seit 15 Jahren, in denen man eigentlich stets in der oberen Tabellenhälfte zu finden war (lesen Sie dazu auch die oben stehende Grafik!). Zu einem Titel langte es trotz zweier Finalteilnahmen 2003 und 2004 allerdings nie.

Mit dem Spanier Pablo Andujar ist genau einer der Topcracks noch übrig. Und die Nummer 36 der ATP-Weltrangliste wird vermutlich nicht mehr als zwei oder drei Einsätze bekommen. „Für uns kann nur der Klassenerhalt das Ziel sein. Jedes Match wird ein Überlebenskampf, was nicht nur für mich, sondern auch die Zuschauer verdammt spannend werden dürfte“, prognostiziert Teamchef Irmler.

Quartett im Abstiegskampf

Beim Blick auf die reinen Kader der Konkurrenten bildet der Rochusclub mit Sonntagsgegner Neuss sowie dem 1. FC Nürnberg und dem am Grünen Tisch geretteten HTC Blau-Weiß Krefeld jenes Quartett, das sich gegen die beiden Abstiegsplätze wird stemmen müssen. Auf eine erneute Rettung durch Aufstiegsverzicht der zweitliga-Spitzenteams sollte sich in diesem Sommer niemand verlassen. Es gibt durchaus Bundesliga-Anwärter wie den Bremerhavener TV.

Nach dem Derby in Neuss am Sonntag wartet auf den Rochus­club eine ungleich höhere Hürde. Bei Grün-Weiß Mannheim am 6. Juli geht es, so sieht es derzeit jedenfalls aus, gegen Tommy Haas. Der ehemalige Top-10-Spieler ist hinter dem serbischen World-Team-Cup-Spieler Janko Tipsarevic und dem Österreicher Jürgen Melzer der dritte Spitzenmann beim sechsmaligen Meister. Hier heuerte auch der ehemalige Rochusclub-Portugiese Rui Machado an, der in der vergangenen Saison in Grafenberg eine 5:0-Einzel-Siegbilanz erspielt hatte.

Mit dem Franzosen Jeremy Chardy und dem Argentinier Juan Ignacio Chela stehen zwei ehemalige Düsseldorf in Reihen des Erfurter TC. Sind darüber aber nicht glücklich. Die Thüringer müssen nach dem Ausstieg eines guten Sponsors offenbar ebenfalls kürzer treten. Weitere Ehemalige bei der Konkurrenz: Guillermo Garcia-Lopez, Andreas Beck (beide Aachen), Pere Riba und Daniel Gimeno-Traver (beide Halle).

Übrigens: Wie im Vorjahr sind 34 Top-100-Spieler von den zehn Bundesliga-Teams nominiert worden. Die Setzliste führt World-Team-Cup-Sieger Janko Tipsarevic an. Der an Weltranglistenposition acht stehende Serbe schlägt für Mannheim auf. Die Mannschaften schicken 156 Spieler aus 23 Nationen an den Start. Deutschland stellt mit 51 Cracks das Gros. Dahinter folgen Spanien (19 Spieler), Italien, Österreich (je 13) und Tschechien (10).

Das ist der Grafenberger Spielplan: 1. Juli:Blau-Weiß Neuss – Rochusclub (11 Uhr), 6. Juli: Grün-Weiß Mannheim – Rochusclub (13 Uhr), 8. Juli: Rochusclub – Blau-Weiß Krefeld (11 Uhr), 15. Juli: Rochusclub – TK Kurhaus Aachen (11 Uhr), 20. Juli: 1. FC Nürnberg – Rochusclub (13 Uhr), 22. Juli: Rochusclub – TC Blau-Weiß Halle (11 Uhr), 29. Juli: Erfurter TC Rot-Weiß – Rochusclub (11 Uhr), 5. August: Rochusclub – TC Amberg Am Schanzl (11 Uhr), 12. August: SV Wacker Burghausen – Rochus­club (11 Uhr).

Übrigens: Die Aufgebote der Gegner mit allen ATP-Weltranglistenplätzen und Infos finden Sie in der Donnerstagausgabe der Düsseldorfer NRZ!

Michael Ryberg



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