"Mocki" hängte Shitaye ab
06.09.2009 | 19:58 Uhr 2009-09-06T19:58:00+0200
Über 4000 Läufer gingen am Sonntag an den Start. Sabrina Mockenhaupt feierte einen umjubelten Sieg. Bei den Herren dominierten wieder die Kenianer.
Auch die 22. Auflage des Kö-Laufes wurde zu einem ganz großen Erfolg. Über 4000 Läufer gingenam Sonntag an den Start, knapp 3800 erreichten das Ziel. „Ich bin mit der Veranstaltung sehr zufrieden”, meinte nach der für ihn sonntäglichen Strapaze der Organisationschef Jan Winschermann (Rhein-Marathon), der mit seinem bewährten Stab alles gut über die Runden brachte.
Nicht alle Rennen konnten pünktlich starten, ausgerechnet der Hauptlauf zur Erinnerung an den im Vorjahr verstorbenen ehemaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin musste warten. Bis Starter Thomas Allofs die Elite auf die Strecke schicken konnte, musste er sich gut sechs Minuten gedulden, weil die Jedermann-Läufer über vier Kilometer die Straßen auf der Kö verstopft hatten.
Hosea Tui siegte
vor Peter Bett
Dann machte sich aber gleich eine afrikanische Läuferschar auf und davon. Am Ende gewann nach 29:01 Minuten der Keniate Hosea Tui vor seinem Landsmann Peter Bett (29:08 Min.), der 500 Meter vor dem Ziel schon wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Vorjahres-Sieger Stanley Salil (Kenia) wurde diesmal nur Dritter (29:18 Min.) und bekannte: „Im vergangenen Jahr war es mir besser ergangen, da war ich eine halbe Minute schneller gewesen.”
Bester Düsseldorfer war der ART-Langstreckler Sebastian Hadamus (32:54 Min.) als Elfter. 13. wurde Alexander Goßmann (SFD 75) in 33:22 Minuten.
Bei den Frauen gab es den umjubelten Sieg einer deutschen Läuferin. Die Kölnerin Sabrina Mockenhaupt (32:22 Minuten) hängte auf den letzten 500 Metern die Äthiopierin Shitaye Debelu um sieben Sekunden ab. „Ich musste ganz schön was tun, um die noch zu schlagen”, meinte „Mocki” glückstrahlend im Ziel. Vor zwei Jahren war die aus dem Siegerland stammende beste deutsche Langstrecklerin auf der Kö unter den Zuschauerinnen gewesen und hatte sich fest vorgenommen, „einmal auch den Kö-Lauf zu gewinnen”. Diesmal war die afrikanische Konkurrenz besonders hart. Um so mehr freute sich Sabrina Mockenhaupt über ihren Erfolg.
Den Meilen-Lauf über 1,6 Kilometer gewann Wolfram Müller (Pirna) in 4:04 Minuten. Als bester Düsseldorfer erreichte Julian Ziob (SFD 75/4:24) das Ziel als Sechster. Schade, dass die besten lokalen Nachwuchsläufer wegen der gleichzeitig ausgetragenen Nordrhein-Schülermeisterschaften in Bottrop sich auf der Kö nicht präsentieren konnten.
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