Mit Last-Minute-Remis Luft im Abstiegskampf verschafft

Ein magerer Punkt aus zwei Begegnungen war den Herren des DHC in der 1. Hallenhockey-Bundesliga aus den beiden Spielen des Wochenendes nur vergönnt. Das reichte jedoch, um im Abstiegskampf drei Punkte vor dem Tabellenletzten Gladbacher HTC zu bleiben.

Am Samstag beim Nachbarn Schwarz-Weiß Neuss wollten sich die Oberkasseler für das unglückliche 5:5 aus dem Hinspiel am Seestern revanchieren. Das gelang aber bei der 3:5 (3:2)-Niederlage nicht, denn die Mannschaft des Trainergespanns Akim Bouchouchi und Jens Hillmann bekam Sebastian Draghun, den exzellenten Routinier und ehemaligen Nationalspieler der Neusser, nicht in den Griff.

DHC drehte das Spiel

Es sah zunächst keinesfalls nach einer Niederlage der Oberkasseler aus, denn nach einem 0:1-Rückstand drehte der DHC das Spiel auf eine eigene 3:1-Führung. In den zweiten 30 Minuten gelang den Düsseldorfern trotz guter Möglichkeiten kein Treffer mehr, und Neuss nutzte gut angelegte Konter zum Erfolg. Marco Testrut, Clemens Oldhafer und Felix Meyer teilten sich die Tore des DHC. Bouchouchi sah die Gründe für die Niederlage: „Wir haben unsere Chancen zu wenig genutzt. Da war Neuss besser.“

Im Abstiegsduell gegen den Gladbacher HTC stand es gestern nach 60 spannenden und hektischen Minuten 7:7 (4:4). Gleich in der zweiten Minute nutzte Clemens Oldhafer die erste kurze Ecke der Partie zum 1:0 für die Hausherren. Dann kamen aber die jungen Spieler aus Mönchengladbach immer besser ins Spiel und gingen 3:1 in Führung.

Mannschaftskapitän Dominic Giskes blieb es vorbehalten, mit seinen Saisontreffern 15 und 16 den DHC im Rennen zu halten. Direkt nach der Pause sorgte er erneut für die Führung, die aber nicht lange Bestand hatte. Fünf Minuten vor dem Ende lagen die Oberkasseler 5:7 im Hintertreffen, aber es gab ja noch Giskes. Obwohl er zwischenzeitlich von einem Ball am Kopf getroffen wurde, mischte er tapfer weiter mit und erzielte sogar das 6:7 in der 58. Minute.

Die Begegnung wurde hektisch. Durch eine absichtliche Zeitverzögerung handelte sich Gladbach eine Zeitstrafe ein, und Sekunden vor dem Abpfiff holte der DHC eine Strafecke, die Marco Testrut unter dem Jubel der Zuschauer sicher zum Ausgleich verwandelte.

Ohne Probleme verteidigten die Hockeyspielerinnen des DHC ihre Tabellenführung in der Hallen-Bundesliga. Sie bezwangen den punktlosen Tabellenletzten Etuf Essen am Seestern klar mit 9:2 (2:0).

In der Anfangsphase taten sich die Oberkasselerinnen sehr schwer gegen die Abwehr des Gegners. Erst in der 22.Minute gelang das 1:0 durch eine von Darja Möllenberg verwandelte Strafecke.

In der 37.Minute, beim Stand von 3:0, änderte Trainer Nicolai Sussenburger sein System und tauschte die Torhüterin gegen eine weitere Feldspielerin aus, um diese Situation in einem Meisterschaftsspiel zu testen. Es gelang, denn erst nach dem 6:0 in der 44. Minute durch Greta Gerke kam Essen zum ersten Torerfolg. Das System blieb bis zum Ende erfolgreich. Und so waren die 60 Minuten wenig spannend. Die neun Treffer teilten sich Darja Möllenberg, Luisa Steindor und Jennifer Fröhlich (je 2) sowie Greta Gerke, Annika Sprink und Pia Lothak.

Das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft hat Sussenburgers Team dadurch bereits vor den letzten zwei Spielen gesichert. Die Entscheidung um den Spitzenplatz fällt am nächsten Samstag im Heimspiel gegen HTC Uhlenhorst Mülheim, das punktgleich hinter dem DHC liegt und das Viertelfinale ebenfalls gesichert hat.

Bis zum letzten Liga-Wochenende mit den beiden Spielen zu Hause gegen Mülheim und beim RTHC Leverkusen sind die Damen des DHC aber nicht untätig, denn bereits heute Abend um 20 Uhr steigt am Seestern ein hochkarätiges Freundschaftsspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft.