Mit drei Geschenken zur Niederlage

Eine ärgerliche Niederlage kassierte Fußball-Oberligist Turu beim Wuppertaler SV. Der Aufstiegskandidat aus dem Bergischen präsentierte sich über weite Strecken der Partie nicht besser als der Tabellendreizehnte aus Düsseldorf und kam letztlich durch drei geschenkte Tore zu einem 3:2-Erfolg.

Das erste Geschenk lieferte Turus Verteidigung den Hausherren schon nach vier Minuten. Marvin Ellmann hatte auf dem Weg zum Tor der Gäste den Ball schon verloren, kam aber durch zauderndes Eingreifen der Abwehrspieler noch einmal in Ballbesitz. Der herausstürzende Turu-Torwart Björn Nowicki bekam den Ball auf dem schwer zu bespielenden Rasen nicht richtig zu fassen, und Ellmann konnte aus acht Metern ins leere Tor schießen.

Eine Viertelstunde später stand es bereits 1:1. Einen zu kurz abgewehrten Eckball von Saban Ferati hatte Patrick Dertwinkel volley ins Tor gesetzt. Bis auf eine Szene kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde den 1500 Zuschauern im Wuppertaler Stadion am Zoo nicht mehr viel geboten. Diese Chance brachte den WSV aber den erneuten Führungstreffer. Wieder half die Abwehr der Turu dabei kräftig mit. Einen Eckball von Ellmann setzte der völlig ungedeckte Dennis Schmidt aus elf Metern mit dem Kopf ins Tor.

Gegen immer mehr nachlassende Wuppertaler bestimmten die Oberbilker in der zweiten Halbzeit das Geschehen, ohne allerdings zu zwingenden Torchancen zu kommen. Die bekamen die Platzherren aber in der 72. Minute einmal mehr von den Oberbilkern geschenkt.

Nach einem abgefangenen Angriff liefen Simon Blotko und Ellmann frei auf Nowicki zu, der so keine Chance hatte, das 3:1 durch Ellmann zu verhindern. Die letzten Spielminuten gehörten wieder der Turu. Als Dertwinkel einen Foulelfmeter zum 2:3 verwandelte (80.), wankte der Favorit im eigenen Stadion. Mit letzter Kraft rettete er den knappen Sieg über die Runden.